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Neuruppin Gestrichelt ist sicherer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Gestrichelt ist sicherer
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11:17 19.07.2013
Links und rechts der Fahrbahn wird seit gestern jeweils ein 1,25 Meter breiter Streifen für Fahrradfahrer abgeteilt. Quelle: Peter Geisler
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Alt Ruppin

Mit den weißen Streifen werden von der Fahrbahn links und rechts zwei 1,25 Meter breite Bahnen abgegrenzt, auf denen ausschließlich Fahrradfahrer fahren dürfen. Für Autos ist nur noch der Bereich in der Mitte gedacht. Über die gestrichelten Linien am Rand sollen sie nur noch ausnahmsweise fahren, wenn ihnen ein anderes Fahrzeug entgegenkommt. Sonst ist der Fahrradstreifen für Autos tabu. Damit kein anderer behindert wird, sollte jeder auf diesem Abschnitt wenigstens 50 bis 70 Stundenkilometer schnell fahren, rät die Stadtverwaltung.

Eine Linie in der Mitte der Fahrbahn gibt es in diesem Fall nicht. Die wird aber ohnehin nur noch dann aufgemalt, wenn eine Straße breit ist, dass zwei Lastwagen problemlos aneinander vorbeifahren können. Im Neumühler Weg müssen Laster schon jetzt teilweise anhalten oder ausweichen, wenn ihnen ein anderes breites Fahrzeug entgegenkommt.

Völlig neu ist die Idee der Fahrradstreifen nicht. Vor ein paar Jahren hatte die Stadt bereits in einem ersten Abschnitt des Neumühler Weges solche Fahrradstreifen anlegen lassen, zwischen der B167 und der Alt Ruppiner Schleuse. Dort sind die Markierungen schon fast nicht mehr zu erkennen, weshalb sie nun nachgezogen werden. Dieser Bereich liegt allerdings "innerorts", also vor dem Alt Ruppiner Ortsausgangsschild. Die Linien, die jetzt neu auf die Straße gemalt werden, liegen dagegen "außerorts", also auf der anderen Seite des Ortsausgangsschildes. Und deshalb handelt es sich bei dem Vorhaben auch um ein Modellprojekt.

In Deutschland jedenfalls. In anderen Länder gibt es solche Markierungen schon länger. Erfahrungen aus den Niederlanden ließen den Schluss zu, dass mit den Linien nicht nur Radfahrer mit weniger Gefahren unterwegs sind, teilt die Stadtverwaltung mit. Auch Autos scheinen auf so markierten Straßen sicherer unterwegs zu sein. Zum Beispiel, weil sie dort langsamer fahren.

Beteiligen konnte sich an der Untersuchung Gemeinden mit eher kleinen Verbindungsstraßen. Mehr als 4000 Autos dürfen auf ihnen pro Tag nicht fahren, teilt die Stadtverwaltung mit. Im Fall des Neumühler Weges sind es sogar weniger als 1000 Autos am Tag.

Das Modellvorhaben in sechs Bundesländern dauert nur bis Ende Dezember 2014. Danach wird die Fahrbahn wieder in ihren ursprüngliche Zustand versetzt, die Linien werden dann also wieder entfernt.

Von Reyk Grunow

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