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Neuruppin Stadt investiert kräftig in die Wehr
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14:37 08.12.2018
60 Jahre Mitglied in der Feuerwehr: Herbert Franke, Wilhelm Siebert (beide Löschgruppe Bechlin) und Wielfried Nagel (Löschzug Süd/Ost, v. l. ) wurden geehrt. Quelle: Frauke Herweg
Neuruppin

Einsätze bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Das zurückliegende Jahr hat den Neuruppiner Feuerwehrleuten einiges abgefordert. Im heißen Sommer waren die Brandschützer mehrfach zu brennenden Böschungen und Getreidefeldern gerufen worden. „Das waren Einsätze bis zur totalen physischen Erschöpfung“, sagte Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick.

Bis zum vergangenen Freitag waren die Neuruppiner Feuerwehrleute in diesem Jahr zu insgesamt 435 Einsätzen ausgerückt. Das sind weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Allerdings seien unter den Einsätzen auch einige besonders kräftezehrende gewesen, so Jachnick. Einen auch organisatorisch sehr aufwändigen Einsatz bewältigte die Wehr etwa Mitte Juni, als eine Weltkriegsbombe in Neuruppin kontrolliert gesprengt werden musste. „Wir hatten die Lage jederzeit im Griff“, sagte Jachnick am Sonnabend bei der Auszeichnung von insgesamt 25 Feuerwehrleuten.

Tempelgarten vor Vernichtung bewahrt

Die Einsatzstatistik weist auch eine schnelle Hilfe im Neuruppiner Tempelgarten aus. Im April hatte ein technischer Defekt ein Feuer auf dem Dachboden ausgelöst. Die Brandschützer konnten das Feuer noch vor seinem Ausbreiten löschen. „Die Wehr hat hier ein historisches Kulturgut vor der Vernichtung bewahrt.“

Neuruppin investiert kräftig in die Feuerwehr. So soll bis Ende 2019 in Alt Ruppin eine neue Feuerwehrwache entstehen. Zwar fördert das Land das fast drei Millionen Euro teure Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro (MAZ berichte). Einen Großteil der Summe muss die Fontanestadt jedoch allein aufbringen.

Neue Hauptwache

Deutlich mehr muss Neuruppin für eine neue Hauptwache ausgeben. „Zehn Millionen werden nicht reichen“, sagte Bürgermeister Jens-Peter Golde am Sonnabend. Noch ist unklar, ob das Land sein Förderprogramm für die Feuerwehrinfrastruktur erneuert und Neuruppin auf Fördergeld hoffen kann. Die Stadtverwaltung würde einen Neubau in der Nähe des Bahnhofes West bevorzugen. Stadtbrandmeister Jachnick hatte zuletzt allerdings bezweifelt, dass das Grundstück für eine wachsende Wache zu klein sein könnte.

Schon fast fertig ist der Feuerwehrübungsturm an der Wache Süd-West. An dem Turm sollen die Brandschützer künftig verschiedene Einsatzszenarien üben können – das Retten von Menschen aus Mehrgeschossern etwa. Bislang trainieren Neuruppiner Feuerwehrleute solche Einsätze in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kyritz. Allerdings konnten dort nicht immer ausreichend Ausbildungstermine angeboten werden.

Mobile Kommandozentrale

Ende November hatte die Wehr einen neuen Einsatzleitwagen bekommen – eine mit Funktechnik, Computern, Satellitenempfänger, Wetterstation, Großbildleinwand und Drohne ausgerüstete mobile Kommandozentrale. Weitere Großinvestitionen sind geplant. So soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 eine neue Drehleiter ein 22 Jahre altes Vorgängermodell ersetzen. Auch für einen Kran hat die Stadt bereits einen Auftrag vergeben. Bis Ende 2019 soll zumindest das Fahrgestell fertig gebaut sein.

236 aktive Einsatzkräfte engagieren sich derzeit an den sechs Standorten der Neuruppiner Wehr – ähnlich viele wie im Jahr zuvor. Die Anforderungen würden ständig wachsen, warnt Stadtbrandmeister Jachnick. Immer häufiger würden die Feuerwehrleute um Amtshilfe etwa bei der Polizei gebeten. So hatten die Brandschützer vor Kurzem eine am Abend stattfindende Hausdurchsuchung ausleuchten müssen. „Bei der Gelegenheit mussten wir dann auch noch einen Holzstapel umstellen.“

Für ihre „Treuen Dienste“ waren am Sonnabend 25 Feuerwehrleute geehrt worden. Die „Gold-“ und die „Gold Sonderstufe“-Medaillen (“Treue Dienste“ über 40 und 50 Jahre) sowie die Auszeichnungen für die 60-jährige Mitgliedschaft waren zuvor bereits bei der Festveranstaltung der Kreisfeuerwehrverbandes verliehen worden.

Von Frauke Herweg

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