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Neuruppin Nicht mehr das reine Vergnügen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Nicht mehr das reine Vergnügen
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00:26 02.08.2018
Am Kyritzer Untersee warnt der Landkreis schon seit einigen Tagen vor Blaualgen im Wasser. Quelle: Matthias Anke
Neuruppin

Die Blaualgen werden ein zunehmendes Problem. Die Hitze der vergangenen Wochen macht sich inzwischen in immer mehr Badeseen im Kreis Ostprignitz-Ruppin bemerkbar. Algen entwickeln sich – Grünalgen und auch sogenannte Blaualgen. Bei denen es sich eigentlich aber um Bakterien handelt und gar nicht um Algen. Nicht mehr überall ist Baden das reinste Vergnügen.

Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung nehmen die offiziellen Badestellen in der Region regelmäßig unter die Lupe. An knapp 40 Orten wird das Wasser auf Verunreinigungen und gefährliche Keime untersuchen und die Sichttiefe gemessen.

Fünfmal im Jahr wird das Wasser überprüft

Das Badewasser wird wenigstens fünfmal im Jahr überprüft, damit auch niemand Angst um seine Gesundheit haben muss. Zum Start der Badesaison im Mai könnten die Kontrolleure allen überprüften Seen eine hervorragende Qualität bescheinigen. Inzwischen hat sich das Bild jedoch etwas gewandelt.

Fast überall ist das Wasser mittlerweile deutlich trüber als noch vor ein paar Wochen. Manchmal ist das Wasser blau oder grün verfärbt, die Algen schwimmen schon als Teppich auf der Oberfläche oder bilden Schlieren im Wasser. Mancherorts bildet sich auch ein unangenehmer Geruch.

Keine gefährlichen Keime im Wasser

In der vergangenen Woche hat der Landkreis überall neue Proben nehmen lassen. „Bei den Untersuchungen der Badegewässerproben wurden keine gesundheitlich bedenklichen mikrobiologischen Belastungen festgestellt“, teilt das Gesundheitsamt jetzt mit.

Sehr viele Algen, auch Blaualgen, fanden sich im Ruppiner See am Hotel Waldfrieden, in Gnewikow, bei Wustrau, am Jahnbad in Neuruppin und im Seebad Alt Ruppin, im Molchowsee, im Tornowsee, im Untersee am Strandbad Kyritz und bei Bantikow, im Freibad Wusterhausen am Klempowsee, im Obersee bei Bork, im Wutzsee bei Lindow, im Zermützel- und auch im Vielitzsee. In Letzterem waren zumindest keine vermehrten Blaualgen zu finden. Überall wurden Warnschilder aufgestellt.

Blaualgen können Gifte produzieren

Algenblüten sind im Sommer nichts ungewöhnliches. Für Menschen sind sie in der Regel ungefährlich. Das gilt auch für die meisten Bakterien, die als Blaualgen bezeichnet werden. Einige Blaualgenarten produzieren aber Gifte. Die könne bei Badenden zu Hautreizungen, allergischen Reaktionen, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen führen, warnt die Kreisverwaltung. An allen betroffenen Badestellen wurden entsprechende Hinwiese angebracht.

Von Reyk Grunow

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