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Neuruppin Gumtower wehren sich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Gumtower wehren sich
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19:27 24.03.2013
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GUMTOW

. Die zweite Sprecherin ist Kathrin Voigt aus Heinshof. Die Bürger würden sich um die Lebensqualität in ihrer Gemeinde sorgen im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Hähnchenmastanlage bei Gumtow. Deshalb hätten sie sich zusammengeschlossen.

Die Gründungsversammlung fand jüngst in Luisenhof bei Adamaschek statt. Einwohner aus Gumtow, Friedheim, Krams, Schrepkow und Kolrep seien unter anderem dabei gewesen.

„Die Bürgerinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, die weitgehend hinter dem Rücken der Öffentlichkeit geplante Hähnchenmastanlage für 400 000 Hähnchen in Heinshof zu verhindern und eine demokratische Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger zu bewirken“, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Die Anlage sei überdimensioniert. Die Risiken für Umwelt und Gesundheit seien nicht kalkulierbar.

„Wir wollen uns zunächst ausgiebig über das Vorhaben informieren“, so Adamaschek. Für ihn ist das Problem die Rechtslage. „Der Gesetzgeber muss die Bremse für solche Vorhaben ziehen.“ Die Gesetze seien schlecht, und das sei das Problem, meint er. Man könne nicht gegen die Akzeptanz der Leute in der betroffenen Region solche Anlagen bauen. Adamaschek sagt das, weil die Gemeinde Gumtow nur eine Stellungnahme zum Vorhaben abgeben müsse, Bebauungsplan oder Zustimmung der Gemeinde aber keine Voraussetzungen seien.

„Die Diskussion wollen wir in aller Ruhe und sachlich führen“, so der Sprecher. Eine öffentliche Informationsveranstaltung soll es am 19. April im Gemeindezentrum Demerthin geben. Neben Fachleuten aus Holland, wo der Bau derartiger Anlagen laut Adamaschek wieder rückläufig ist, sollen auch die Investoren für das Vorhaben in Gumtow eingeladen werden. Das sind die Gumtow Geflügel GmbH und die Irtoma Geflügel GmbH.

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung sollte die Beratung über die Anlage nichtöffentlich stattfinden. Jedoch beantragte Adamaschek, der auch Gemeindevertreter ist, den Punkt in den öffentlichen Teil zu legen. Das geschah. Bereits im Vorfeld hatte Renate Peiker aus Gumtow kritisiert, dass das Vorhaben scheinbar ohne Öffentlichkeit abgehakt werde. Sie war zur Sitzung gekommen, um mehr zu erfahren. Dieses Ziel verfolgte auch Rainer Still aus Krams, der „über das Vorhaben bisher kaum etwas öffentlich gehört hatte“, wie er sagte. Deshalb fragte Still nach den Investoren und danach, wie die Gemeinde zu dem Vorhaben steht. „Kann sie es verhindern oder will sie die Anlage dulden?“, fragte Still.

In der Einwohnerfragestunde bekam er die Auskunft von Bürgermeister Stefan Freimark, dass die Gemeinde zum Bauantrag Stellung nehmen solle. Diese Antwort gab es jedoch nur auf Drängen von Adamaschek, der darauf hinwies, dass Still kein Fragerecht mehr hat, wenn der Tagesordnungspunkt behandelt wird. Freimark verwies weiterhin auf die öffentliche Auslegung der Unterlagen. Seit gestern sind die Pläne in der Gemeindeverwaltung einzusehen, und zwar bis zum 19. April. Einwendungen können während der Einwendungsfrist, die bis einschließlich 3. Mai dauert, schriftlich erhoben werden. Die Bürgerinitiative will die Unterlagen durcharbeiten und dann ihre Einwendungen formulieren.

Die Bürgerinitiative ist offen für Interessierte und per E-Mail an die Adresse BIGumtow@aol.de oder unter 01 72/3 13 77 17 erreichbar. (Von Sandra Bels)

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