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Heiliges Mäuseschwänzchen!

Preisverdächtig: Virginie Schwarz begeistert erneut mit einer tierischen Geschichte Heiliges Mäuseschwänzchen!

Der Nachwuchs, auf den Virginie mit Spannung gewartet hat, kam in ihrem Kleiderschrank zur Welt – inmitten der handgestrickten Pullover. „Wenn es so lustige Sachen wie die Geburt unserer Kätzchen gibt, warum soll es dann nicht auch andere verrückte Dinge geben“, sagt Virginie.

WALSLEBEN. Zum Beispiel das Bündnis zwischen einer tollkühnen Katze und einer einsamen Glühbirne.

„Eine ungewöhnliche Freundschaft“ lautet der Titel einer Kurzgeschichte, mit der Virginie Schwarz aus Walsleben erneut bei einem bundesweiten Literaturwettbewerb erfolgreich gewesen ist. Die Elfjährige ist für den Theo, den Berlin-Brandenburgischen Preis für Junge Literatur, nominiert. Mehr als 450 Schüler aus ganz Deutschland hatten sich um den Nachwuchspreis beworben. Virginies Geschichte hat – so die Jury – „uns in Deiner Altersklasse am besten gefallen.“

Nachdem das Mädchen aus Walsleben bereits im Vorjahr den RBB-Schreibwettbewerb „Ohrenbär“ gewonnen hatte und dafür im Berliner Haus des Rundfunks ausgezeichnet wurde (die MAZ berichtete), ist Virginie nun abermals zu einem Empfang in die Hauptstadt eingeladen: Die Verleihung der Theos soll im April im Roten Rathaus stattfinden – mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit.

In den Weihnachtsferien hatte die Fünftklässlerin, die in Neuruppin die Montessorischule besucht, an ihrer tierischen Freundschaftsgeschichte gefeilt. Das diesjährige Motto des Theo-Preises, der alljährlich vom Verein Schreibende Schüler vergeben wird, lautet „Verwurzelt“. Und Virginie findet, dass alles miteinander verbunden ist: „Es gibt Menschen, Tie-re, Pflanzen und all die Dinge, die man zum Leben und Gedeihen braucht, in diesem Universum. Fast alles ist von Menschen erdacht und geschaffen. Irgendwie sind wir wohl alle miteinander verwurzelt“, heißt es in ihrer Geschichte. In der erzählt ein schwarzes Kätzchen mit weißen Pfoten über seine Freundschaft zu einer sprechenden Glühbirne: „Ach du heiliges Mäuseschwänzchen, dachte ich, habe ich jetzt etwa einer Glühbirne zugehört? Das glaubt mir keine Katze!“

„Virginie schreibt immer und überall: Sie notiert ihre Gedanken beim Einkaufen, beim Autofahren oder beim Spielen. Es überrascht mich, woher sie die Themen nimmt“, sagt ihre Mutter Daniela Schwarz. Das Schreibtalent hat bereits viele neue Ideen im Kopf – zum Beispiel über Aliens. Wenn sie weinen, regnet es. Wenn sie hüpfen, kommt es zu Erdbeben. Und wenn sie sich drehen, entstehen Wirbelstürme. Es ist eben alles miteinander verwurzelt. (Von Katharina Kastner)

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