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Neuruppin Hotelpläne in Steinberge endgültig geplatzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Hotelpläne in Steinberge endgültig geplatzt
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08:12 28.07.2018
Das alte Gasthaus in Steinberge sollte umgebaut und daneben ein Neubau errichtet werden. So sahen es jedenfalls deie Pläne vor. Quelle: Peter Geisler/Archiv
Gühlen-Glienicke

Das war’s dann wohl. Nach zehn Jahren andauernden Herumplanens ist der Traum von einem Clubhotel in Steinberg bei Gühlen-Glienicke anscheinend geplatzt. Die Neuruppiner Stadtverwaltung sieht jedenfalls kaum noch eine Chance, dass die bisherigen Investoren das geplante Vier-Sterne-Hotel am idyllisch gelegenen Giehmses im Wald nördlich von Kunsterspring noch bauen werden.

Das Bauamt hatte sich von den Stadtverordneten schon im Juni grünes Licht geholt, die Arbeiten an dem Vorhaben einzustellen. Jetzt soll auch der Bebauungsplan für das Vorhaben aufgehoben werden. Ohne Bebauungsplan darf auf dem Gelände aber nichts Neues gebaut werden.

Millionen wollten die Investoren investieren

Die Investorengesellschaft Berlin Pharma hat seit 2008 mit der Stadt Neuruppin verhandelt, um das Areal eines früheren Kinderferienlagers nach vielen Jahren Leerstand wieder zu einem attraktiven Tourismusstandort zu machen. Sieben bis zehn Millionen Euro wollte das Unternehmen um einige ukrainische und russische Geschäftsleute dort angeblich investieren. Die Rede war von einem Vier-Sterne-Hotel mit bis zu 100 Betten, Festsaal, Wintergarten, Bistro, Wellnessbereich.

Doch die Planung war kompliziert. Das Gelände grenzt an ein Landschaftsschutzgebiet, lange war unklar, wie das Abwasser dort entsorgt werden soll, wo keine Kanalisation liegt, und die Naturschutzbehörde forderte aufwändige Artenschutzgutachten.

Vor zehn Jahren sollte alles ganz schnell gehen

2008 hatte ein Vertreter der Investoren noch gehofft, dass das Baurecht innerhalb weniger Wochen vorliegen und das Hotel schnell gebaut werden könnte. Doch das Projekt zog sich immer weiter hin. Anfangs kündete noch ein großes Werbeschild von dem ambitionierten Vorhaben, doch auch das verwitterte mit der Zeit.

Einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es bis heute nicht. Und wird es wohl auch so nicht mehr geben, wenn die Stadtverordneten dem Vorschlag des Neuruppiner Bauamtes folgen.

Das ist mit so vielen Vorhaben beschäftigt, dass Baudezernent Arne Krohn schon vor Jahren eine Prioritätenliste erarbeiten ließ, welche Projekte wie schnell bearbeitet werden. Auf dieser Liste ist das Clubhotel Steinberge immer weiter nach hinten gerutscht. Zuletzt landete das Projekt dort nur noch in der Kategorie „kein Entwicklungsdruck oder Planerfordernis“.

Stadtverwaltung: Unterlagen wurden nicht eingereicht

Der Stand der Planung habe sich seit langer Zeit nicht verändert, sagt Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott dazu: „Seitens des Eigentümers sind unter anderem notwendige und für das Planungsverfahren unerlässliche Unterlagen nicht beigebracht worden.“

Zuletzt habe die Stadt die Investoren im März 2018 schriftlich um Abstimmung zu den Plänen gebeten, aber keine Antwort bekommen. „Die Fontanestadt geht daher davon aus, dass kein ernsthaftes Interesse an einer Umsetzung besteht“, so Michaela Ott.

Ortsvorsteher hofft auf Verkauf

Ähnlich sieht es Michael Peter, der Ortsvorsteher von Gühlen-Glienicke, zu dem Steinberge gehört. „Das ist sehr schade. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass dort etwas entwickelt wird“, sagt er. Steinberge habe eine lange Tradition. Das Gebäude, um das jetzt neu gebaut werden sollte, wurde im 18. Jahrhundert als Landgasthof errichtet.

Kurz vor der Wende wollten die Elektrophysikalischen Werke Neuruppin (EPW) dort ein Kinderferienlager errichten. Seitdem tut sich nichts mehr. „Jeder Tag, den dieses Objekt leer steht, verfällt es weiter“, sagt Michael Peter und hofft, dass es schnell zum Eigentümerwechsel kommt und sich doch noch ein Investor findet, der irgendwann wirklich baut.

Von Reyk Grunow

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