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Immer dieses hin und her

Pendleratlas Immer dieses hin und her

In Ostprignitz-Ruppin und Prignitz pendeln besonders viele Menschen für den Job. Die MAZ hat sich die Zahlen angesehen und musste bei der einen oder anderen Gemeinde genau hinschauen.

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In allen Ehren

Fahrgemeinschaften zur Arbeit mindert das Verkehrsaufkommen. Ein beliebter Treffpunkt ist der Parkplatz an der Autobahnabfahrt Neuruppin-Süd an der A 24.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Mobile Arbeitswelt: Vier von fünf arbeitenden Walslebenern arbeitet außerhalb des Ortes. Vier von fünf Jobs in Walsleben (Amt Temnitz) sind mit Auswärtigen besetzt. 82,2 Prozent Auspendler stehen hier 79,8 Prozent Einpendlern gegenüber, das sorgt für ordentlich Berufsverkehr.

Immer mehr Menschen pendeln in den nächsten Ort oder die Stadt zur Arbeit, wie die Zahlen des im Auftrag des Fernsehsenders RBB erstellten Pendleratlas deutlich zeigen. In der Statistik wurden die Auto-und Bahnpendler zusammenerfasst in Berlin und Brandenburg. Wo wohnen die Menschen und wo arbeiten sie? Auch in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin decken sich Arbeits-und Wohnort der Beschäftigten häufig nicht.

Pendeln oder nicht Pendeln?

Wer sich für das Pendeln entscheidet, tue dies vor allem wegen unzureichender Job-Möglichkeiten am Wohnort, sagt Frank Techen, der DGB-Regionsgeschäftsführer der Mark Brandenburg. „Nicht nur, aber gerade junge Fachkräfte, verlassen den Ort, um entsprechend ihrer Qualifikation zu arbeiten und ein gutes Einkommen zu erzielen“.

Die Stadt Neuruppin macht dies deutlich: 48,6 Prozent) der Menschen, die in Neuruppin arbeiten, kommt von außerhalb. Diese Leute nennt man Einpendler. Dagegen verlassen nur 36 Prozent der arbeitenden Neuruppiner die Stadt, sind also Auspendler. 21 Neuruppiner fahren sogar bis an die deutsch-polnische Grenze nach Frankfurt (Oder).

Weniger Auspendler als Einpendler

Gut 17 Prozent aller Auspendler aus Neuruppin fährt zur Arbeit nach Berlin. Über die Hälfte der Einpendler dagegen kommt aus der Nachbargemeinde Rheinsberg. Die wohl weiteste Strecke legen 36 Cottbuser zurück, die jeden Tag nach Neuruppin kommen. Viele typische Auspendlergemeinden gibt es im Landkreis Prignitz. Insgesamt acht Orte weisen sogar eine Auspendlerquote von über 92 Prozent auf, darunter Legde, Kümmernitztal und Weisen. Im Vergleich dazu: im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt es lediglich vier Auspendlergemeinden.

Viele Wittenberger und Perleberger dürften sich morgens auf dem Weg zur Arbeit entgegenkommen. 30,6 Prozent der Wittenberger arbeitet in Perleberg, 27,1 Prozent der Perleberger arbeitet wiederum in Wittenberge. Damit fährt jeder zweite Auspendler aus der Rolandstadt täglich nach Wittenberge.

Pritzwalk hat laut Pendleratlas 2 096 Auspendler, die meisten von ihnen (298) fahren in die Kreisstadt Perleberg, gefolgt von Wittenberge ( 168). Demgegenüber kommen nur 267 Einpendler aus Perleberg und Wittenberg.

Rüthnick sorgt für Verblüffung

Besondere Mobilität ist offenbar gefragt, wenn man in Rüthnick (Amt Lindow) wohnt. 99,4 Prozent aller Rüthnicker Beschäftigten pendelt nach Außerhalb. Vorwiegend fahren die Menschen nach Neuruppin und Berlin. Auch in anderen Gemeinden wie Vielitzsee (Amt Lindow, 91,3 Prozent) oder Dabergotz (Amt Temnitz, 96 Prozent) fährt nahezu alles raus. Wie viele Auswärtige täglich für den Job in Rüthnick einpendeln, verrät die Statistik aber nicht. Dies ließe wegen der geringen Anzahl Rückschlüsse auf einzelne zu, hieß es in der Studie.

„Eine Region braucht gute Arbeitsbedingungen und bedarfsgerechte Infrastruktur“, so Frank Techen. Ebenso wichtig seien gute Arbeits-und Lebensperspektiven, „damit die Arbeitnehmer in der Heimatregion bleiben“. Sei dies nicht gegeben, bleibe eben nur das Pendeln, wenn ein Wegzug zum neuen Arbeitsort nicht infrage kommt.

Der tägliche Weg zur Arbeit ist für viele aber überschaubar: 65 Prozent der Auspendler in Prignitz und Ostprignitz-Ruppin haben bis zum Arbeitsort einen Anfahrtsweg von unter 25 Kilometern.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin fahren gut 13 Prozent der Auspendler zwischen 25 und 50 Kilometer bis zum Arbeitsort. Dabei herrscht hier inzwischen „Gleichberechtigung“ Während früher vor allem die Männer pendelten, seien es jetzt „aufgrund des „gewachsenen Dienstleistungsbereichs“ Männer und Frauen zu gleichen Teilen.

Von Lisa Neumann

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