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Neuruppin Wieder Ärger mit dem Prignitz-Express
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Wieder Ärger mit dem Prignitz-Express
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18:46 30.11.2018
Der Prignitz-Express auf dem Seedamm in Neuruppin. Quelle: foto: Peter Geisler
Neuruppin

Die Fahrgäste des Prignitz-Expresses von und nach Berlin müssen weiter starke Nerven haben. Und sie brauchen Zeit, viel Zeit. Denn trotz der Beteuerungen der Bahn kommt es immer wieder zu Verspätungen und Zugausfällen wegen technischer Probleme an den Zügen. So fielen allein am Donnerstag auf der Strecke des RE 6 sieben Züge aus.

Von der Strecke geschleppt

Es gab einen Schaden am Luftverdichter des Triebwagens, sagte am Freitag Bahnsprecher Gisbert Gahler. Deshalb sei ein Fahrzeug bei Walsleben stehen geblieben und habe von der Strecke geschleppt werden müssen, um es reparieren zu können. Durch die Panne sei es auf der eingleisigen Strecke „zu erheblichen Verspätungen“ gekommen, „die nur durch Zugausfälle reduziert werden konnten“, so Gahler.

Doch damit nicht genug der Pannen: Denn am Freitagmorgen kam es zu einer weiteren Störung. Diesmal traf es die Fahrgäste, die mit dem Zug um 4.23 Uhr vom Bahnhof West in Neuruppin gestartet waren. Diesmal gab es eine Panne mit der Elektronik an der Fahrzeugkupplung, sagte Bahsprecher Gahler. Deshalb habe der Zug seine eben begonnene Fahrt abbrechen und zurück in die Werkstatt fahren müssen. Um im beginnenden Berufsverkehr das Fahrzeug zu ersetzen, zog die Bahn einen Wagen von der Linie 55, die zwischen Hennigsdorf und Kremmen verkehrt, ab und setzte diesen auf der Strecke des Prignitz-Expresses ein.

In Berlin einen Zug besorgt

Dadurch kam es auf der Linie des RB 55 zu acht Zugausfällen, während es auf der Strecke des RE 6 zu zwei Teilausfällen gekommen sei, so Gahler. Weil sich die Bahn aus Berlin-Lichtenberg einen neuen Zug besorgte, konnte gegen 9 Uhr die RB-55-Linie wieder vollständig bedient werden. Damit Fahrgäste des RB 55 nicht zu lange auf ihren Zug warten mussten, hielten zwei Wagen des Prignitz-Expresses am Freitagmorgen zusätzlich in Bärenklau, Vehlefanz und Schwante.

„Es vergeht fast kein Tag ohne technisch bedingte Zugausfälle“, kritisiert Thomas Janz (54). Der Neuruppiner muss es wissen. Der Qualitätstechniker fährt seit gut sieben Jahren fast täglich mit dem RE 6 in den Norden von Berlin. „Wir reden nicht mehr von Verspätungen, sondern von Zugausfällen“, sagt Janz. Dieser Zustand sei eine Katastrophe. Der Neuruppiner glaubt, dass das Problem hausgemacht ist, weil die Bahn jahrelang zu viel bei der Instandsetzung der Züge gespart habe.

„Die Züge werden immer anfälliger“

Selbst nach der Zeit mit dem Schienenersatzverkehr sei die Situation nicht besser geworden. Für Janz ist das nicht verwunderlich. „Die Züge werden immer älter und anfälliger.“

Selbst der Kundendienst der Bahn scheint es deshalb aufgegeben zu haben, auf jede Nachfrage zu den Gründen wegen Verspätung und Zugausfall zu reagieren. Janz nimmt das gelassen. „Die Antworten sind meist eh nicht doll.“ Das verwundert. Wurde der Prignitz-Express doch bei der Taufe eines Zuges auf den Namen „Theodor Fontane“ vom Fahrgastmarketing der DB Regio Nordost als „ganz großer Leistungsträger“ bezeichnet.

Von Andreas Vogel

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