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Neuruppin In allen Ehren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin In allen Ehren
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17:40 29.11.2016
Mit ehrenamtlicher Hilfe kommt man weiter. Quelle: dpa
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Neuruppin

Jeder dritte Neuruppiner über 14 Jahren engagiert sich in einem Ehrenamt. 28 der Ehrenamtler wurden Dienstag von Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), Sozialdezernent Thomas Fengler und Stadtverordnetenvorsteher Gerd Klier für ihre Tätigkeit ausgezeichnet. Golde betonte zu Beginn der kleinen Feier, dass gerade im Hospiz-Dienst schon viele Ehrenamtler arbeiten – aber auch immer noch gesucht werden.

Kerstin Kerstan arbeitet seit zwei Jahren im Neuruppiner Hospiz „Haus Wegwarte“. Gerade begleitet sie einen Herren auf seiner letzten Reise. „Zur Zeit immer nur mittwochs, weil seine Frau dann zum Sport geht“, erzählt sie. Die Auszeichnung bestätige sie in ihrer Arbeit, sagte Kerstin Kerstan, und freute sich, dass die Menschen das Engagement zur Kenntnis nehmen.

Kerstin Kerstan Quelle: Lisa Neumann

„Jeder hätte es verdient ausgezeichnet zu werden“, sagte Bürgermeister Golde. „Die Stadt kann ihren Aufgaben nicht nachkommen, wenn es keine Ehrenamtler gäbe“, so Golde weiter.

Auszeichnung auf Empfehlung

Jede Ehrung der tatkräftigen Einwohner geht auf eine Empfehlung von Mitarbeitern zurück. Ebenso die von Kerstin Kerstan. „Als die Einladung kam, hab ich gedacht, die haben mich verwechselt“, sagte die Neuruppinerin. Auch sie schlug jemanden aus ihrer Kirchengemeinde für eine Auszeichnung vor. Bei Kerstin Kerstans Vorstellung betonte Golde, wie sehr sie sich für das Projekt „Hospiz macht Schule“ einsetzt. Darin bringt die gelernte Krankenschwester den Kindern spielerisch den Prozess des Sterbens näher. „Kinder sind da sehr neugierig und reagieren anders als erwartet“, sagt sie.

Den Kontakt zu den Kindern sucht auch Katrin Jachnick. Seit zehn Jahren ist sie Jugendwartin der Feuerwehr Neuruppin. Ihre Kameraden loben ihren hohen Einsatz und ihre positive Art, mit den Kindern umzugehen. Seit 28 Jahren engagiert sich Katrin Jachnick ehrenamtlich in der Feuerwehr.

Katrin Jachnick Quelle: Lisa Neumann

Bereits eine silberne Ehrennadel der Stadt Rheinsberg trägt Siegfried Ringleb. Sich ehrenamtlich zu betätigen, gehört für ihn dazu. Besonders engagiert sich Ringleb für seine Mitmenschen. Dienstag wurde er für seine Arbeit in der Volkssolidarität ausgezeichnet, der er schon seit 1987 angehört.

Siegfried Ringleb Quelle: Lisa Neumann

Die geehrten Helfer stellen einen Querschnitt durch das vielfältige Spektrum der Tätigkeiten dar, so Golde. „Ihr Ehrenamt stützt und stärkt das Gemeinwesen“, betonte er in seiner Dankesrede.

Eine Stütze im Leben ist auch Kerstin Kerstan. „Vor einiger Zeit“, erzählt sie, „fuhr ich zu einem Patienten nach Hause. Die Familie wollte mir Spritgeld geben“, sagt sie und lächelt. „Die konnten es nicht glauben, dass jemand anderes für sie seine Freizeit opfert“.

Von Lisa Neumann

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