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Neuruppin In stillen Gedenken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin In stillen Gedenken
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19:28 10.11.2016
Ruhig und friedlich verlief die Gedenkveranstaltung. Quelle: Lisa Neumann
Neuruppin

Sie kamen, um im stillen Gedenken an die Gräueltaten der Pogromnacht vor 78 Jahren zu erinnern. Am Mittwochabend versammelten sich etwa 25 Menschen mit Kerzen und Blumen am Denkmal, das zu Ehren der Opfer der Faschisten am Rosengarten in Neuruppin errichtet wurde.

Zu Beginn erzählte Organisator Martin Osinski vom Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ den Anwesenden, dass er dieser Tage immer wieder an ein Zitat des Theologen Martin Niemöller denke: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist“. Niemöller habe so erklären wollen, warum seine Generation in der Pogromnacht nichts tat. Martin Osinski mahnte, die Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und immer wieder daran zu erinnern – so wie an diesem Abend.

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) nannte im Folgenden die Pogromnacht, den Mauerfall und die Wahl des US-Präsidenten in einem Atemzug – sie alle fielen auf den 9. November. Donald Trump, so Golde, stehe für alles, wogegen seit dem Zweiten Weltkrieg gekämpft werde, unter anderem Nationalismus. Gleichzeitig sagte Golde aber auch, dass man sich „mit den unzufriedenen Bürgern auseinandersetzen“ müsse und werde. Das Stadtoberhaupt betonte allerdings auch, dass das Motto des Aktionsbündnisses „Neuruppin bleibt bunt“ jeden Tag in der Stadt gelebt werde. Im Anschluss legen die Teilnehmer Blumen nieder und zogen in einem ruhigen Fußmarsch durch die Innenstadt. Ihr Weg führte sie zur Gedenktafel am Ruppiner See, die zu Ehren der Neuruppiner aufgestellt wurde, die die Stadt vor der Zerstörung der Sowjets im Zweiten Weltkrieg bewahrten (die MAZ berichtete). Den Abschluss der Gedenkveranstaltung bildete ein Konzert in der Klosterkirche.

Von Lisa Neumann

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