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Kinder lernen beim Zirkuscamp in den Herbstferien Jonglieren und Salto

Neuruppin Kinder lernen beim Zirkuscamp in den Herbstferien Jonglieren und Salto

Wie hält man das Gleichgewicht auf einem Ball stehend? Wie jongliert man mit nur einer Hand? Die Kinder des Feriencamps von Esta Ruppin haben das in den vergangenen drei Tagen gelernt. Am Freitag gab es die Abschlussshow.

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Die Kinder des Zirkuscamps lernten das Balancieren auf Bällen und das Radschlagen. Sie hatten viel Spaß während der drei Tage.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Einmal Zirkusluft schnuppern. Ein richtiges Artisten-Training absolvieren und einen Salto schlagen lernen. Das konnten etwa 50 Kinder in den vergangenen drei Tagen in der Turnhalle der Karl-Liebknecht-Schule Neuruppin.

Gestern zeigten die Kinder am Nachmittag, was sie gelernt hatten. Die kleinen Jongleure waren zuerst dran. „Eye of the Tiger“ schallte aus dem Lautsprecher, als die erste Gruppe nach vorne trat. Bunte Ringe und Bälle wurden in die Luft geworfen, zuerst einer, dann zwei, dann drei. Aber die Ringe flogen nicht nur von Hand zu Hand, sondern wurden auch geschickt mit dem Kopf aufgefangen. Das gab großen Applaus im Publikum, auch wenn es nicht immer gleich beim ersten Versuch klappte.

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Am Freitag endete das Zirkuscamp von Esta Ruppin in der Turnhalle der Karl-Liebknecht-Schule. Die Kinder präsentierten in einer Aufführung, was sie in den drei Tagen gelernt hatten.

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Nach den Jongleuren kamen die Clowns. Darauf hatten sich die Zuschauer besonders gefreut. Sieben mit roten Nasen verkleidete Spaßmacher betraten die Manege im Gänsemarsch. Sie liefen ein paar Mal um eine Bank herum, bis sie sich schließlich alle nebeneinander darauf stellten. Doch etwas war faul, einer der sieben hatte ein glänzendes Schmuckstück geklaut. Der Direktor, der inzwischen ebenfalls hereinspaziert war, pfiff in seine Trillerpfeife. Sofort standen alle Clowns wie angewurzelt auf der Bank still. Wer von ihnen hatte das Schmuckstück gestohlen? Der Direktor musste es herausfinden. Unter Jubel und Gejohle aus dem Publikum testete der Direktor einen Clown nach dem anderen mit seiner ganz eigenen Methode. Dummerweise fiel er dabei häufig auf die Nase, denn die Clowns trieben ihre Späße mit ihm. Als der Übeltäter gefasst war, wollte das Publikum noch mehr Späße sehen, die Clowns mussten eine Zugabe geben.

Als nächstes folgten die Gymnasten. Hier wurden einige besonders knifflige Übungen vorgeführt. Zuerst Schubkarre mit einem Gymnastikball unterm Bauch, dann Balancieren auf einem harten großen Ball und eine junge Artistin schaffte schließlich sogar einen Seilsprung stehend auf einem der Bälle.

Das Highlight der Gruppenaufführung bot dann jedoch die Akrobatengruppe. Hier wurde es richtig wild: Purzelbäume reihenweise, synchron Radschlagen und sogar ein kompletter Salto auf der Turnmatte. Das Publikum war begeistert.

Die jungen Künstler hatten in den vergangenen drei Tagen wirklich viel gelernt und vor allem Spaß gehabt. Jeren (11) aus Neuruppin kann mit Leichtigkeit zwei Bälle mit nur einer Hand jonglieren. Selbst wenn er wollte, hättte er seine zweite Hand nicht einsetzen können, denn die ist momentan eingegipst. Vor einer Woche hatte Jeren sich bei einem Sturz den linken Arm gebrochen. Seine Begeisterung für das Zirkuscamps ist jedoch davon nicht beeinträchtigt. „Ich fand es super, dass wir hier auch einfach mal Quatsch machen konnten und mit Freunden spielen konnten“, sagt er.

Celina (10) aus Sieversdorf stimmt ihm zu: „Ich fand die Akrobatik am besten. Das übe ich zu Hause auch mit meiner kleinen Schwester.“

Bei der Abschlussrunde nach dem Aufführungstrubel konnten die Kinder die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren lassen. Kritik wurde unter anderem an den Einrädern der Sporthalle geäußert, die seien einfach zu groß für manche. Die jüngsten Teilnehmer des Zirkuscamps waren sieben Jahre alt. Unter den Kindern überwog jedoch die Freude. „Mir hat alles gut gefallen“, ruft ein kleiner Junge sofort in die Runde.

Die Organisatoren sind ebenfalls hochzufrieden. Gunda Kniggendorf vom Verein Esta Ruppin, der das Camp initiiert hat, betont, wie wichtig das Spielen für die Kinder ist. „Diese Zirkusübungen schulen die Koordination und die Aufmerksamkeit ganz enorm. Für die Entwicklung der Kinder ist das sehr wichtig“, sagt sie. Als Trainer sind namhafte Artisten engagiert worden. Martin van Bracht von den Artistokraten aus Berlin hat sich um die Körperakrobatik gekümmert, Maurizio Orlando vom Cabuwazi aus Berlin war für die Jonglage zuständig, Tanja Freitag vom Zirkus Schatzinsel hat die Ballläufer betreut und die Zirkuspädagogin Sylvia Schulte-Hürmann vom Verein Esta Ruppin war für die Clowns verantwortlich.

Der Verein Esta Ruppin bietet auch außerhalb der Ferien regelmäßig Trainings für Kinder an. Immer montags und donnerstags von 14.30 bis 16 Uhr kostenlos in der Turnhalle der Puschkinschule.

Von Jonas Nayda

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