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Neuruppin Nietwerder feiert Kirmes
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Nietwerder feiert Kirmes
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12:01 30.09.2018
Viel Spaß hatte Maximilian beim Bullenreiten – eines der vielen Angebote, die in Nietwerder am Wochenede für gute Laune sorgten. Quelle: Cornelia Felsch
Nietwerder

Für ihr Kirmesfest haben die Frauen von Nietwerder kräftig gebacken. Für die am Sonnabend strömenden Besucher reichte es dennoch kaum – rund 60 Kuchen vertilgten die Gäste am Nachmittag. Der Heimat- und Kulturverein und Ortsvorsteher Wolfram Händel haben seit vielen Monaten das Fest geplant, schließlich gab es schon im vergangenen Jahr kein zentrales Erntefest mehr.

Die Jagdhornbläser der Jägerschaft Nietwerder eröffneten die Kirmes bereits am Freitagabend mit traditionellen Jagdsignalen, „Märkisch Blech“ sorgte am Sonnabend für musikalische Unterhaltung. Ländliche Vergnügungen wie das Bullenreiten und „Hau den Lukas“ durften natürlich nicht fehlen.

Großes Engagement im kleinen Ortsteil

„Mit einer stabilen Einwohnerzahl von gut 300 gehört Nietwerder nicht gerade zu den größten Ortsteilen der Fontanestadt, wohl aber zu den aktiven“, sagte Bürgermeister Jens-Peter Golde am Sonnabend zur Begrüßung der Gäste. Nicht zum ersten Mal feierten die Ortsteile in Nietwerder ihr Erntedankfest, bereits 2005 und 2013 war Nietwerder Gastgeber. In diesem Jahr hätten sich die emsigen Organisatoren allerdings mehr Unterstützung und Engagement der anderen Ortsteile gewünscht. „Schon im Herbst vergangenen Jahres haben wir alle angeschrieben, um ein gemeinsames Bühnenprogramm auf die Beine zu stellen“, sagte Wolfram Händel. Es gab so gut wie kein Echo.

Ein Bühnenprogramm gab es dennoch und einen originellen Sketch mit dem Ortsvorsteherpaar, das in einer virtuellen Kutsche durch die Ortsteile fuhr. Sie passierten die defekte Dorfstraße in Gnewikow, freuten sich über den neuen Pavillon in Nietwerder – der ebenfalls am Wochenende eröffnet wurde – und entdeckten die Solarzellen auf dem Dach des Wuthenower Dorfgemeinschaftshauses. Ihren Entschluss, in Molchow noch einzukehren, gaben sie auf, da es dort immer noch keine Brücke gibt. Viel Gelächter und reichlich Beifall waren schließlich der Lohn für den humorvollen Kurztrip, den die Händels unternahmen.

Gottesdienst in frisch sanierter Stülerkirche

Nietwerder feierte an diesem Wochenende aber vor allem 150 Jahre Kirchweihe. Für den Chef des Ortskirchenrates, der seinem Ort seit 37 Jahren treu ist, ein besonderes Ereignis, zu dem natürlich auch ein Festgottesdienst am Sonntagmorgen gehört. In der restlos gefüllten Stülerkirche feierte die Gemeinde das Jubiläum und das Ende der Innensanierung.

„Wir als Kirchengemeinde hätten das allein nie geschafft“, sagte Pfarrerin Ute Feuerstack am Sonntag und bedankte sich bei allen Spendern und Helfern. Handwerker der Region sorgten für einen frischen Anstrich der Bänke und des Innenraums, dichteten Fenster und Türen ab und übernahmen Zimmermannsarbeiten an der Decke. Auch der Sternenhimmel in der Apsis erstrahlt nun wieder in neuem Glanz. Unter ihm gab der Kammerchor der Evangelischen Schule am Sonntag das Abschlusskonzert.

Von Cornelia Felsch

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