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Klärchen meinte es richtig gut

Wetterrückblick 2012: Niederschläge auf Normalniveau / Zweitwärmster März seit dem Jahr 1958 Klärchen meinte es richtig gut

Wettertechnisch betrachtet war das vergangene Jahr ein schönes. Gegenüber den zurückliegenden Jahren verliefen die vergangenen zwölf Monate wesentlich entspannter.

KYRITZ. . Es gab keine ungewöhnlichen Schneemassen, Sturm oder gar Orkanwetterlagen. Insgesamt war es aber etwas zu warm. Die Sonne schien mehr als üblich und auch beim Niederschlag mussten die Kyritzer keine Abstriche machen. Lediglich die Temperaturspanne bewegte sich in einem Bereich, der etwas außergewöhnlich war.

Die Kyritzer mussten im Jahr 2012 Temperaturen hinnehmen, die weit über beziehungsweise unter den Werten des Vorjahres lagen. Der Unterschied zwischen Maximum und Minimum betrug im vergangenen Jahr sage und schreibe 57 Grad.

Lag die Skala im Jahr 2011 noch bei minus 13 Grad und plus 31 Grad, so reichte sie im vergangenen Jahr von minus 21,4 Grad, registriert am 6. Februar, bis plus 35,3 Grad, gemessen am 19. August. Die Rekorde für Kyritz haben aber trotzdem ein weiteres Jahr überlebt und liegen weiterhin bei über 37 und minus 24 Grad.

Seit Mitte der 1990er Jahre ist es im Jahresdurchschnitt in der Region immer zu warm gewesen. Es gab nur eine Ausnahme. Das Jahr 2010 war etwas zu kalt beziehungsweise so kalt wie seit 1996 nicht mehr.

Und im vergangenen Jahr? Es stellte sich wieder der gewohnte „Temperaturüberschuss“ ein. Das Jahresmittel betrug 9,1 Grad. Üblich wären in Kyritz 8,3 Grad gewesen. Acht zu warme Monate und nur etwas unterkühlte Juni und Oktober sorgten dafür, dass es im vergangenen Jahr zu warm war. Daran konnte auch der kälteste Februar seit 1996 nichts ändern. Herausragend zeigte sich auch der März, es war der zweitwärmste März seit Beginn der Messungen.

Im Jahr 2012 gab es in der Kyritzer Region außerdem fünf zu feuchte und fünf zu trockene Monate. Demzufolge waren die restlichen zwei Monate eher niederschlagsnormal. Der mit Abstand trockenste Monat war der März. Da fielen nur 8,4 Liter Regen auf den Quadratmeter. Dieser Monat katapultierte sich dabei auf Platz 3 in der Hitliste der bisher trockensten Märze seit 1958.

Als regenreichster Monat steht hingegen der Juli mit immerhin knapp 85 Litern auf dem Quadratmeter in der Statistik. Am Ende gab es fast eine Punktlandung, denn gefallene 537 Liter pro Quadratmeter stehen dem Referenzwert von 538 Litern aus dem Vorjahr gegenüber. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2003 regnete und schneite es 385 Liter. Im bisher niederschlagsreichsten Jahr 2007 waren es für die Kyritzer Region gewaltige 960 Liter.

Neun sonnenscheinreiche Monate dokumentierten die Meteorologen im vergangenen Jahr. Besonders hervor tat sich in diesem Ranking der Februar mit seinen 106 Sonnenstunden. Nur im Februar des Jahres 2003 war es noch sonniger. Das positive Jahresendergebnis war allerdings von einem markanten Einbruch geprägt. Ausgerechnet im Juni und Juli verkroch sich Klärchen hinter den Wolken und schien weniger als üblich. Allen Schwankungen zum Trotz gelang mit 1720 Sonnenstunden ein überaus positives Jahresendergebnis. Zum Rekord aus dem Jahr 2003 fehlten im vergangenen Jahr dann aber doch noch rund 350 Sonnenstunden. (Von Thomas Hinz)

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