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Neuruppin Wackelpflaster: Reparatur wird genau überwacht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Wackelpflaster: Reparatur wird genau überwacht
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01:16 15.07.2018
In zwei Wochen soll der erste Teilabschnitt von Virchow- bis Fischbänkenstraße wieder befahrbar sein. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Diesmal sieht die Neuruppiner Stadtverwaltung ganz genau hin. Eine Panne beim Einbau des neuen Pflasters in der Friedrich-Engels-Straße soll nicht noch einmal passieren. Für die Reparaturarbeiten im Abschnitt zwischen Virchow- und Poststraße hat das Bauamt deshalb eine Firma beauftragt, die den Bauleuten besonders auf die Finger schauen soll. Oder genauer: die das Material, das dort als Unterbau für die Pflastersteine verwendet wird, besonders kontrolliert.

Erst 2015 war die Engelsstraße in Höhe des Kirchplatzes neu gebaut worden. Schon damals gab es Streit zwischen Baufirma und Stadt. Die weigerte sich zunächst, die neue Pflasterstraße abzunehmen und bestand auf einer Nachbesserung. Erst im Herbst 2015 war die Fahrbahn dann fertig. Doch schon zwei Jahre später hatte sich ein Teil der verlegten Pflastersteine wieder gelöst. Wenn Autos darüber fuhren, klapperte es deutlich hörbar, in der Fahrbahn bilden sich bereits Spurrinnen.

Seit 2017 gilt Tempo 10

Das Straßenverkehrsamt des Landkreises ordnete ein Tempolimit von zehn Stundenkilometer für die Strecke zwischen Virchow- und Poststraße an, um die Schäden nicht noch größer werden zu lassen.

Im Dezember hatte ein Gutachter das Pflaster dort im Auftrag der Stadtverwaltung untersucht. Doch auch er konnte offenbar nicht eindeutig klären, was der Grund für die Schäden nach so kurzer zeit ist.

Das Neuruppiner Bauamt glaubt, dass das verwendete Material wohl nicht in Ordnung war. „Es gab Diskrepanzen zwischen Bettung und Fugenmaterial“, sagt Neuruppins Tiefbaufachfrau Uta Richter. Ob die aber tatsächlich für die Probleme gesorgt haben? „Wir gehen davon aus“, sagt Neuruppins Baudezernent und Vizebürgermeister Arne Krohn. „Das ist aber strittig“, räumt er auch ein.

Damals wurden nur die Unterlagen verglichen

Letztlich habe diese Frage dazu geführt, dass die Stadt mit dem Bauunternehmen einen Vergleich geschlossen hat. So kann die Fahrbahn jetzt repariert werden.

Beim ersten Ausbau der Fahrbahn 2015 hatte sich die Stadtverwaltung auf die Angaben der Lieferfirmen verlassen. „So intensiv haben wir das Material vorher nicht beprobt“, sagt Baudezernent Krohn: „Da hatten wir nur die Angaben in den Zertifikaten und Lieferscheinen verglichen.“

Diesmal prüft eine Firma das Material

„Diesmal gehen wir auf Nummer sicher“, sagt Uta Richter. Deshalb wurde eine Firma beauftragt, die die angelieferten Materialien für Unterbau und Fugen in Empfang genommen, Proben gezogen und diese untersucht hat, bevor das Material verbaut werden durfte. „Wir haben auch die Höhenlagen einzeln abgenommen“, sagt Uta Richter. Sonst werde üblicherweise nur die Höhe des Pflasters bei ende der Arbeiten überprüft, diesmal galt das für jeden Zwischenschritt.

Die Reparaturarbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten. Derzeit ist der erste Abschnitt zwischen Virchow- und Fischbänkenstraße in Arbeit. Sobald der fertig ist, folgt der Bereich zwischen Fischbänken- und Poststraße.

Im ersten Abschnitt sind die Bauleute inzwischen so weit, dass sie bereits beginnen konnten, die Pflastersteine wieder neu zu verlegen. In zwei Wochen soll dieser Teil der Friedrich-Engels-Straße laut Plan wieder befahrbar sein.

Bis September soll alles erledigt sein

Dann beginnen die Reparaturarbeiten im angrenzenden Bereich bis zur Poststraße. „Der gesamte geschädigte Abschnitt soll bis 7. September fertig gestellt werden“, sagt Uta Richter.

Voraussichtlich in zwei Wochen könnten auch die Bauarbeiten in der benachbarten Schinkelstraße abgeschlossen sein, sodass auch die dann freigegeben werden kann. Dort sind die Tiefbauer derzeit dabei, die Gehwege und Seitenbereiche fertig zu pflastern und dann die Steine für die Fahrbahn zu verlegen.

Von Reyk Grunow

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