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Neuruppin Schinkelpreis geht nach Krangen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Schinkelpreis geht nach Krangen
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10:47 14.10.2018
Der Förderverein der Krangener Kirche bekam am Samstag den Schinkel-Förderpreis
Neuruppin

Es waren nicht die Heinzelmännchen, die in Krangen fegten und hackten, kochten und backten. Es waren die Menschen aus Krangen, Molchow und Zermützel, die sich seit vielen Jahren unermüdlich für die Krangener Dorfkirche engagierten und dafür sorgten, dass in das sanierte Gotteshaus wieder Leben einkehrte.

Am Sonnabend erhielten sie den Lohn für ihren unermüdlichen Tatendrang. Die Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft verlieh dem Förderverein zum Erhalt der Krangener Dorfkirche im Museum Neuruppin den mit 1000 Euro dotierten Schinkel-Förderpreis sowie eine Schinkel-Plakette.

Ministerin nahm ein Bad im Ruppiner See

„Mit den Arbeitseinsätzen, sowie den vielen Veranstaltungen und Impulsen sorgt der Verein nicht nur für den Erhalt der Schinkelkirche, sondern strahlt mit seinen Aktivitäten auch nach außen. Karl Friedrich Schinkel wäre sicher begeistert gewesen“, sagte der Vorsitzende der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft, Hartmut Stechow, zur Eröffnung der Festveranstaltung.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt die ehemalige Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks, die seit Freitag in Neuruppin weilte und das schöne Wetter auch für ein Badevergnügen im Ruppiner See nutzte.

Förderverein mit vielen Ideen

Bezug nehmend auf die Wiedererrichtung der Schinkelschen Bauakademie in Berlin, stellte sie die Frage, was man mit einem neu errichteten Haus macht, wenn es fertig ist. „Der Förderverein und die Bürger aus Krangen und Molchow haben Ideen entwickelt und organisieren jährlich viele Veranstaltungen. Besonders spannend finde ich zum Beispiel das Silvesterkonzert in der Schinkelkirche bis Fünf vor Zwölf“, sagte sie. „Und ich bin mir sicher, dass sie immer wieder neue Ideen entwickeln werden.“

Die Vorsitzende des Krangener Fördervereins, Angela Stankoweit bedankte sich im Namen ihrer Mitstreiter für den Preis und erinnerte noch einmal an die beiden Initiatoren Traugott Kuhnt und Thomas Graap. 2004 hatte der Alt Ruppiner Pfarrer Traugott Kuhnt begonnen, Mitstreiter für die Rettung des Gotteshauses zu suchen. „Er war ein unglaublich aktiver Mensch, der es geschafft hat, die Bürger in Molchow, Krangen und Zermützel von seinen Plänen zu begeistern. Es war eine tolle Zeit.“

Pfarrerin machte dem Förderverein Mut

2010 wurde der Förderverein gegründet, der Pfarrer übernahm den Vorsitz. Die Sanierungsarbeiten konnten beginnen. Doch bereits ein Jahr später starb Traugott Kuhnt im Alter von 60 Jahren.

„Es war tragisch. Wir hatten noch so viel zu tun und plötzlich war der Motor weg“, sagte Angela Stankoweit. Doch der Verein hatte Glück im Unglück, mit Thomas Graap übernahm 2012 ein ebenso engagierter Mann den Vorsitz. Mit seinen vielen Fähigkeiten sorgte er dafür, dass es in Krangen keinen Stillstand gab. Doch auch er starb viel zu früh im vergangenen Jahr. Seine Witwe, Pfarrerin Susanne Graap, war am Sonnabend zur Preisverleihung gekommen. Bei ihr bedankte sich der Förderverein dafür, dass sie den engagierten Menschen wieder Mut machte.

Von Cornelia Felsch

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