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Neuruppin Ausbildungsoscar fürs Kreiskrankenhaus Prignitz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ausbildungsoscar fürs Kreiskrankenhaus Prignitz
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01:16 14.03.2019
Sozialministerin Susanna Karawanskij überreicht den Ausbildungsoscar an Karsten Krüger (r.) vom Kreiskrankenhauses Prignitz. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Weil es bei seiner Arbeit Maßstäbe für die Region setzt, ist am Montag das Kreiskrankenhaus Prignitz von der Neuruppiner Arbeitsagentur mit dem sogenannten Ausbildungsoscar geehrt worden. Überreicht wurde die Figur von Brandenburgs Sozialministerin Susanna Karawanskij (Linke) an Klinikgeschäftsführer Karsten Krüger.

Jährlich drei Stipendien

In dem Krankenhaus, das gut 1020 Mitarbeiter habe, herrsche ein familienfreundlicher Umgang. Zudem würde den knapp 100 Auszubildenden nicht allein Wissen vermittelt, sondern auch Sozialkompetenz und Teamfähigkeit, betonte Reinhard Porazik vom Verwaltungsausschuss der Neuruppiner Arbeitsagentur. Zudem lobte Porazik, dass die Klinik jährlich an drei Medizinstudenten das „Prignitzer-Medizin-Stipendium“ vergebe. Damit sei das Haus ein Vorreiter für gute Ausbildung in der Region.

Dem schloss sich Ministerin Karawanskij an. Sie hatte bereits bei ihren Eröffnungsworten betont, dass junge Menschen nur dann in Brandenburg blieben, wenn es gute Ausbildungsmöglichkeiten für sie gebe. „Jeder Ausbildungsplatz ist ein Argument, in der Region zu bleiben“, so Susanna Karawanskij. Die Ministerin ermunterte die Unternehmen zudem, noch offensiver damit zu werben, wenn sie Nachwuchskräften nicht allein gute Verdienstmöglichkeiten böten, sondern auch Chancen, sich in ihrem Unternehmen zu entwickeln.

Klinik plant eine Betriebskita

Indes hatte die Arbeitsamtschefin Cornelie Schlegel darauf verwiesen, dass sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt hat. So gab es vor zehn Jahren im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur – sie ist für die vier Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Havelland zuständig – noch mehr als 4000 Jugendliche, die nach einer Lehrstelle suchten – bei nur 2100 Plätzen. Indes überstieg schon im vergangenen Jahr die Zahl der offenen Stellen die der unversorgten Bewerber, sagte Cornelie Schlegel.

Die Geehrten auf einen Blick

Sieben Firmen wurden am Montag in der Arbeitsagentur Neuruppin für ihre jahrelange Nachwuchsförderung geehrt. Das Unternehmen Bauhaus aus Birkenwerder hat gut 100 Beschäftigte, darunter sind fünf Auszubildende. „Wir bemühen uns, die Ausbildung auf hohem Niveau zu halten“, sagte Eike Krause von der Geschäftsleitung.

Die Firma HTW aus Wittstock gibt es seit 1991. Sie hat 98 Mitarbeiter, darunter sieben Lehrlinge.

Die Ayanda-Gesellschaft in Falkenhagen zählt gut 200 Beschäftigte, davon acht Lehrlinge, darunter ist eine Chemielaborantin.

In vierter Generation arbeitet Bäckermeister Ingo Möhring in Rathenow. Von den 42 Mitarbeitern sind sieben Auszubildende.

Das Altenpflegeheim Casa Reha in Glienicke zählt 77 Beschäftigte, darunter acht Lehrlinge.

Die Baumschule Lorberg in Ketzin gibt es seit 175 Jahren. Sie hat 124 Beschäftigte, davon sind zwölf Lehrlinge.

Das Kreiskrankenhaus Prignitz will noch mehr für seine Mitarbeiter tun: So wird im August oder September in unmittelbarer Nähe der Klinik in Perleberg eine Betriebskita mit 66 Plätzen eröffnen, davon 33 für Kinder unter drei Jahren. Betrieben wird die Kita von der Lebenshilfe. „Wir lassen Experten da ran“, so Karsten Krüger.

Gruppenbild mit Ministerin: Die am Montag von der Neuruppiner Arbeitsagentur geehrten Firmen mit Susanna Karawanskij. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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