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Neuruppin Strom zum Nachtanken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Strom zum Nachtanken
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17:36 30.08.2018
Die Stadtverordneten Heinz Stawitzki und Rosswieta Funk haben die Schnellladestation am Braschplatz freigegeben. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Unternehmer Ernst-Peter Jeremias macht den Selbstversuch. Seit einer ganzen Weile arbeitet schon in einer Arbeitsgruppe zur Förderung der Elektromobilität im Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit. Jeremias erinnert sich noch an das erste Treffen.

Damals haben ihn die anderen Teilnehmer merkwürdig angeschaut, weil er mit seinem Dieselauto vorfuhr. Das wollte Jeremias nicht auf sich sitzen lassen. Jetzt testet er seit einem Dreivierteljahr, wie er in seinem Alltag mit einem Elektroauto klar kommt. Zwischenfazit: ziemlich gut.

Elektroautos sind gut für viele Strecken

„Drei Viertel meiner Fahrten liegen unter 100 Kilometer am Tag“, sagt er. „Das kann man heute alles wunderbar mit Elektromobilen bewältigen.“ Für längere Strecken, das räumt Jeremias auch ein, seien die meisten Elektroautos noch nicht gemacht. Und teurer als herkömmliche Pkw sind sie obendrein. „Aber das wird sich bald ändern“, ist der Ingenieur überzeugt.

Neben dem Preis gibt es ein weiteres Hindernis für die schnellere Verbreitung von Elektroautos: Noch gibt es nur wenige Ladestationen.

Die ersten drei Ladestationen

Dieses Problem wollen die Stadtwerke Neuruppin jetzt angehen. In Neuruppin hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten drei neue Ladestationen aufgebaut: eine am Rathaus, eine am Braschplatz und eine neben dem Amtsgericht.

In den nächste Monaten sollen gut zwei Dutzend weitere Ladesäulen im gesamten Landkreis folgen: in Lindow, Rheinsberg, Fehrbellin, Kyritz und Wittstock. Und auch in Neuruppin wollen die Stadtwerke noch mehr Ladestationen errichten. Am Donnerstag hat das Unternehmen die ersten drei in Neuruppin offiziell in Betrieb genommen.

„Investition in die Zukunft“

Rund zehn Euro kostet eine Batterieladung an der Schnellladesäule am Neuruppiner Braschplatz. Sechs Euro sind es an einer der anderen Ladesäulen, die drei bis vier statt Stunden zum Volltanken brauchen und nicht nur 20 Minuten, sagt Stadtwerke-Vertriebschef Guido Gerlach. Investiert haben die Stadtwerke je nach Säulentyp zwischen 15.000 und 60.000 Euro, 40 Prozent Fördermittel inklusive.

„Noch kann man mit diesen Ladestationen kein Geld verdienen“, räumte Geschäftsführer Joachim Zindler ein. Er sieht die Ladesäulen eher als „Investition in die Zukunft von Neuruppin“.

Von Reyk Grunow

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