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18:27 15.02.2013
ALT RUPPIN

. Trauer verwandelt sich in Hoffnung, das hat die Musikerin und Filmemacherin selbst oft erlebt.

2005 hat Susanne Wüstneck von ihrer Krebserkrankung erfahren. Eineinhalb Jahre dauerte die Behandlung. Viel Hoffnung, wieder gesund zu werden, hatte sie damals nicht. Der Tumor war bereits weit fortgeschritten. „Die Prognosen waren nicht besonders gut, aber dank der Ärzte und Schwestern der Helios-Klinik in Berlin-Buch bin ich noch am Leben und es geht mir gut“, sagte Susanna Wüstneck am Donnerstagabend im Kornspeicher Neumühle in Alt Ruppin. Dort zeigte sie auf Einladung des Ruppiner-Hospiz-Vereins ihren Film „Bis ans Ende“. Etwa 70 Leute sahen ihn.

In dieser Dokumentation erzählt die 48-jährige Filmemacherin nicht nur von ihren eigenen Erfahrungen im Kampf mit der Krankheit. Neben vielen Patientenschicksalen bringt der Film auch Ängste, Hoffnungen und Sorgen des Klinikpersonals zum Ausdruck. Es wird deutlich, dass die Menschen in diesem Krankenhaus alle in einem Boot sitzen – Ärzte, Pflegepersonal und Patienten kämpfen gemeinsam um das Leben. Die Filmemacherin ist bei diesem Kampf dabei. Sie zeigt die Nadel, die sich in den Körper des Patienten bohrt und erlebt die letzten gemeinsamen Stunden eines Ehepaars. Einige Patienten, die im Interview von ihrer Angst und ihrer Hoffnung erzählen, leben heute nicht mehr. „Immer Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist“, sagt eine Patientin. Sie hat es nicht geschafft.

Protagonistin des Films ist Schwester Ines, die es durch ihre offene, humorvolle und etwas burschikose Art den Krebspatienten leichter macht, ihre Situation zu meistern. „Ich hatte vor meiner ersten Chemotherapie große Angst“, erzählt Susanna Wüstneck nach der Filmvorführung. „Schwester Ines konnte mir sehr viel von dieser Angst nehmen.“

Hospizmitarbeiter, Zuschauer und Ärzte der Ruppiner Kliniken diskutierten nach der Vorführung mit der Filmemacherin. Auf die Frage, warum sie diesen Film gemacht hat, antwortete Susanna Wüstneck: „Ich wollte wissen, wie die Schwester das macht. Ich wollte hinter ihr Geheimnis kommen; auch wenn es für mich anstrengend war, das alles so genau zu beobachten.“ Sie begleitete die Schwester am Feierabend, wenn sie mit dem Fahrrad nach Hause zu Mann und Kindern fuhr und lüftete damit einen Teil dieses Geheimnisses. Nur wenn es Schwester Ines schaffte, bereits auf dem Fahrrad die Klinik und das Schicksal der Patienten hinter sich zu lassen, ist es ihr möglich, die Kraft für diesen Job aufzubringen. Wie schwierig das oft ist, bestätigten die Ärztinnen der Ruppiner Kliniken, Ines Schade und Verena Zettl.

Für ihren Film, in dem auch viel gelacht wird, erhielt Susanna Wüstneck an diesem Abend viel Beifall. „Ich muss gestehen, dass auch ich dazulernen konnte, was einen guten Helfer ausmacht“, sagte im Anschluss Strahlentherapeut Michael Schmidt, der die Gesprächsrunde leitete. (Von Von Cornelia Felsch)

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