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Lebendige Steine

Als 14. Pastor übernimmt der 61-jährige Bernd Stummvoll den Pfarrdienst in der Baptisten-Gemeinde Neuruppin Lebendige Steine

Am 6. Januar hat sich die Evangelisch-Freikirchliche-Gemeinde Neuruppin für einen neuen Pfarrer entschieden – gestern wurde Bernd Stummvoll in einem feierlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt.

NEURUPPIN. .

Der gebürtige Mittelfranke wird in den kommenden Jahren als 14. Pastor die Gemeinde in der Neuruppiner Ernst-Toller-Straße betreuen. Die Neuruppiner Baptisten müssen sich ihren Pfarrer allerdings mit einer Veltener Gemeinde teilen. „Das ist nicht leicht, es birgt aber auch viele Chancen“, sagte Günther Hierath, Pfarrer im Ruhestand, der an diesem besonderen Tag die Predigt hielt. Der gebürtige Östereicher war nicht zum ersten Mal in Neuruppin. Sein Ur-Ur-Urgroßvater hat hier gelebt, und 1995 hat Günther Hierath schon einmal in der freikirchlichen Gemeinde gepredigt. Mit Bernd Stummvoll hat er über viele Jahre in der Berliner Krankenhausseelsorge zusammengearbeitet. „Du hattest immer viele Ideen, die allerdings oftmals nicht ganz einfach umzusetzen waren“, sagte Günther Hierath zu seinem einstigen Weggefährten. Dass dieser sich nun für eine halbe Stelle in Neuruppin entschieden hat, bewertet Günther Hierath als positiv.

„Ich habe selbst elf Jahre in zwei Gemeinden gearbeitet. Es ist nicht einfach gewesen, aber es war auch schön“, sagte er. Für die beiden Gemeinden berge es nach Ansicht des Pfarrers die Chance, ein wenig zusammenzurücken und sich gegenseitig zu befruchten. Dies könne auch zu Problemen führen und deshalb sei es besonders wichtig, dass alle – Pfarrer und Gemeindemitglieder – im Gespräch bleiben und zueinander Ja sagen. Die Gemeinde hat bereits Ja zu dem 61-Jährigen gesagt – gestern erhielt Bernd Stummvoll den Segen für seine künftige Arbeit. Rund 80 Gäste und Gemeindemitglieder waren aus diesem Anlass in die Friedenskapelle gekommen. Der erste Petrusbrief stand im Mittelpunkt der Festpredigt. Der Brief spiegelt die Bedrohung der Gemeinden während der ersten Christenverfolgung im Römischen Reich wider. Der Brief bestärkt die Gläubigen darin durchzuhalten und nicht zu streiten. „Wer bei Gott ist, braucht nicht zu streiten und böse zu sein. Doch das ist nicht so einfach“, stellte Günther Hierath fest. Denn auch Christen der heutigen Zeit seien nicht frei von Neid und Streitbereitschaft.

„Wichtig ist es, dass jeder seinen Platz in der Gemeinde findet“, predigte der Pfarrer. Er verglich die Mitglieder der freikirchlichen Gemeinde mit einer stabilen Feldsteinmauer der märkischen Kirchen. „Ihr seid die lebenden Steine und ihr bekommt einen neuen Pfarrer, der euch helfen wird, den richtigen Platz zu finden, je nach eurer Begabung“, sagte Günther Hierath. (Von Cornelia Felsch)

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