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Lichtstudenten in der Stadt

Neuruppin Lichtstudenten in der Stadt

Am Freitag verwandelt sich das Seeufer in Neuruppin in eine grandiose Lichterwelt. 22 Studenten der Fachhochschule Wismar können sich kreativ so richtig austoben und werden nach drei Tagen Vorbereitung einen besonderen Abend gestalten. Sogar die Personenschifffahrt, die eigentlich schon in der Winterpause war, bietet an dem Abend noch mal Touren an.

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Der internationale Lichtworkshop lockt viele Besucher an die Promenade in Neuruppin. Wie hier im Jahr 2010.

Quelle: Peter Geisler (Archiv)

Neuruppin. Seit Dienstag beherbergt die Stadt Neuruppin 22 neue Studenten. Sie wohnen in der Pension Seegarten und arbeiten meistens erst, wenn es draußen dunkel geworden ist. Es handelt sich um Lichtdesign-Studenten von der Fachhochschule Wismar, die sich auf die große Lichtshow am Freitag vorbereiten.

Ab 18 Uhr sollen freitags das Bollwerk auf Höhe des Klappgrabens und auch die gegenüberliegende Uferseite des Sees an der Badestelle Lanke sowie am Waldfrieden festlich erleuchtet werden. Der internationale Lichtworkshop des Masterstudiengangs aus Wismar findet bereits zum zwölften Mal statt.

Clemens Grapentin, einer der Leiter des Lichtlabors Wismar, begleitet die angehenden Lichtdesigner. Er erklärt, was bis Freitag passieren soll: „Die Studenten haben Ideen entwickelt, wie sie das Seeufer beleuchten wollen. Das werden sie jetzt aufbauen und testen.“

So oder so ähnlich könnte es am Freitag wieder am Neuruppiner Bollwerk aussehen

So oder so ähnlich könnte es am Freitag wieder am Neuruppiner Bollwerk aussehen. Die Lichtdesign-Studenten haben sich ihre eigenen Gedanken gemacht.

Quelle: Peter Geisler

Anwohner sollten sich nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen nach Einbruch der Dunkelheit am Seeufer einige ungewöhnliche Lampen aufleuchten. „Es wird sicherlich bis tief in die Nacht hinein gearbeitet“, sagt Grapentin.

Die Studenten sind alle zum ersten Mal in Neuruppin. Sie stammen aus verschiedenen Ländern weltweit, der Studiengang ist international. Bei einer Stadtführung am Mittwoch haben sie sich mit der Geschichte der Stadt auseinander gesetzt und die Gegebenheiten vor Ort kennengelernt.

Gerardo Pavon aus Mexiko ist einer von ihnen. Er möchte mit den Neuruppiner Bürgern in Kontakt treten. Sein Mittel dafür ist das Licht. „Wir kennen die Menschen hier nicht, aber wir haben eine Botschaft für sie. Wir werden uns durch das Licht kennenlernen“, sagt Gerardo Pavon.

Zwar hätten die Studenten jeder eigene Ideen, am Ende jedoch soll ein stimmiges Gesamtkonzept zu erkennen sein. Details werden noch nicht verraten. Nur so viel: Die Bäume am Ostufer des Sees sollen mit einbezogen werden. Und die Uferlinie soll von weitem erkennbar sein.

Damit die Zuschauer die ganze Pracht erleben können, wird die Fahrgastschifffahrt Freitag abends alle halbe Stunde für 4 Euro über den See fahren.

Von Jonas Nayda

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