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Neuruppin Opitz ist nicht mehr Geschäftsführer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Opitz ist nicht mehr Geschäftsführer
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17:04 31.01.2019
Martin Opitz gibt den Chefposten in dem Unternehmen auf, dass er vor 27 Jahren gegründet hat. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Leicht gefallen sei ihm der Abschied nicht, sagt Martin Opitz. „Mir sind schon die Tränen gekommen“, gesteht der Gründer von Opitz Holzbau. Schließlich war er 26 Jahre lang alleiniger Inhaber der Neuruppiner Firma, die auf das modulare Bauen mit Holz spezialisiert und weit über die Region hinaus bekannt ist. Nachdem Opitz Ende 2017 das Unternehmen an die Knauf-Gruppe verkauf hatte, war er noch ein Jahr lang Geschäftsführer. Anfang 2019 hat er nun auch diese Position abgegeben und steht dem Unternehmen nur noch als Berater zur Seite.

Kürzer Geschäftsführer als geplant

„Es funktioniert auch ohne mich“, sagt Opitz. Deshalb habe er sich entschlossen, früher zu gehen, als er es eigentlich vorhatte. Denn ursprünglich war mit den neuen Inhabern seines Werks ausgemacht, dass sich der gebürtige Kölner neben weiteren Geschäftsführern noch zwei Jahre um die Geschicke des Unternehmens kümmert. „Aber ich werde nicht mehr gebraucht.“

Keine alleinige Entscheidungshoheit mehr

Böses Blut zwischen ihm und den neuen Eigentümern habe es aber nicht gegeben, betont Opitz. Dass er es nicht ganz gut fand, nicht mehr allein Entscheidungen treffen zu können, daraus macht Opitz aber auch keinen Hehl. „Jahrzehnte lang war ich Generalfeldmarschall. Sich plötzlich mit Offizieren herumzuschlagen, ist nicht so einfach.“

Zeit für den Karneval

Wehmut klingt an. Er freue sich aber auch auf die neue Freiheit, sagt Opitz. „Ich war 41 Jahre selbstständig, bin jetzt 63 Jahre alt – irgendwann muss es auch gut sein.“ Zum ersten Mal werde er nun am Rosenmontagszug in Köln teilnehmen. „Ich konnte nie dabei sein, weil ich immer gearbeitet habe. Jetzt freue ich mich sehr darauf.“ Auch dass er nicht mehr so oft zwischen Neuruppin und seiner Heimat Nordrhein-Westfalen pendeln muss, findet er großartig.

Neuruppin bleibt Martin Opitz treu

Der Fontanestadt werde er aber treu bleiben. Schon allein wegen seiner Stiftung, die Menschen und Initiativen in Ostprignitz-Ruppin fördert. Aber auch wegen der Menschen aus Ostprignitz-Ruppin, die ihm über die Jahre ans Herz gewachsen sind, und wegen der Projekte, die er mit Unternehmerkollegen aus der Region immer noch entwickelt. „Neuruppin war nie mein Zuhause – aber ein großer Teil meines Lebens.“ An völligen Stillstand denkt Opitz trotz des offiziellen Ruhestands aber keineswegs. Seine Bauprojekte, seine Patente, an denen arbeite er nach wie vor. „Und jetzt habe ich auch endlich richtig Zeit dafür.“

Von Celina Aniol

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