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Neuruppin Ferienwohnungen statt Altstoffhandel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ferienwohnungen statt Altstoffhandel
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00:26 02.08.2018
Am Montag hat die Sparkasse ihre neue Filiale in Alt Ruppin in Betrieb genommen. Mit dabei waren Vorstand Markus Rück, Bauherr Torsten Schröder, Sparkassensprecher Christopher Arndt und Baufachmann René Fröhlich (v.l.). Quelle: FotoS (2): Peter Geisler
Alt Ruppin

Die ersten Kunden können es gar nicht abwarten, dass die neue Filiale der Sparkasse endlich öffnet. Zwei junge Männer warten im Schatten, bis Vorstandschef Markus Rück am Montagmittag die Tür zu dem kleinen Raum mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker endlich freigibt. Kaum haben die Männer ihr Geld abgehoben, kommen die nächsten Kunden und dann schon wieder welche.

Der Standort der neuen Sparkassenfiliale in Alt Ruppin ist ganz offensichtlich attraktiv. Attraktiver jedenfalls als der bisherige mitten im Ort. Die Sparkasse befindet sich jetzt direkt neben den großen Discountmärkten. Mit ihr ist auch die Apotheke dorthin umgezogen, und eine neue Physiotherapiepraxis gibt es am Standort auch.

Läden und Ferienwohnungen an der B 167

Der Alt Ruppiner Torsten Schröder hat zusammen mit seiner Frau auf einem Grundstück neben ihrem Imbiss an der B 167 ein kleines Versorgungszentrum aufgebaut. Unten hat das neue Gebäude Platz für mehrere Läden. Oben gibt es Ferienwohnungen, auf der Rückseite des Hauses sogar barrierefreie.

Seit 1991 betreibt Torsten Schröder sein Bistro samt Partyservice. Das Geschäft brummt. Er sucht händeringend Personal zur Unterstützung. Quelle: Peter Geisler

Die Schröders kennt in Alt Ruppin fast jeder und auch darüber hinaus sind sie bestens bekannt. Seit 1991 betreibt Torsten Schröder ein eigenes Bistro mit Partyservice. Jedes Jahr stattet er hunderte Firmenfeiern, Geburtstage und Hochzeitsfeste mit allem aus, was man zum Feiern braucht.

2003 hatte Schröder in Alt Ruppin ein neues Haus für sein Bistro und die Küche gebaut. Jetzt haben er und seine Frau Dietlind noch einmal ordentlich investiert.

Früher gab es dort einen Altstoffhandel

„Das hier war einmal das Grundstück meiner Schwiegereltern“, sagt der 51-Jährige. Die hatten dort zu DDR-Zeiten einen privaten Altstoffhandel. Später war die Fläche weitgehend ungenutzt, von ein paar Schuppen und Lagerräumen abgesehen.

Irgendwann vor ein paar Jahren kam die Idee auf, dass man daraus auch mehr machen könnte. Und als klar war, dass die Apotheke durchaus Interesse hätte, an diesen Standort umzuziehen, wenn es denn die Möglichkeit gäbe, war schnell klar, dass die Schröders bauen werden.

Im September ging es los, jetzt ist das kleine Zentrum neben dem Kreisverkehr so gut wie fertig. Für den 20. Oktober plant Torsten Schröder einen großen Tag der offenen Tür, bei dem er alles vorstellen will.

Die Sparkasse zieht dorthin, wo die Kunden sind

Für Sparkassenvorstand Rück war es keine Frage, dass sich die kommunale Bank dort einmieten wird. „Die Alt Ruppiner haben sich dazu entschlossen, den Handel an diesem Standort zu konzentrieren“, sagt er. Da sei es nur konsequent, die Geldautomaten dort hinzustellen, wo das Geld gebraucht wird. Und wo die Kunden auch hinkommen.

Denn nachdem immer mehr Läden aus dem Alt Ruppiner Zentrum an den Rand des Ortes gezogen sind, war die Sparkasse dort fast allein. Gerade für ältere Menschen ist es ärgerlich, wenn sie erst Geld holen und dann mehrere hundert Meter zum Einkaufen bergauf laufen müssen.

31 000 Abhebungen jedes Jahr

13 Filialen mit Personal zur Beratung unterhält die Sparkasse derzeit, verteilt über den gesamten Landkreis. Hinzu kommen fünf Standorte, an denen es nur Automaten gibt wie in Alt Ruppin.

In den vergangenen Jahren hatte die kreiseigene Bank ihr Netz reduziert, um Kosten zu sparen. Den Standort in Alt Ruppin ganz aufzugeben, kam jedoch nie infrage, sagt Markus Rück. Rund 31 000 Abhebungen im Jahr zählte die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin am alten Standort im Ortszentrum. „Und hier werden es mit Sicherheit noch mehr werden“, ist Rück überzeugt.

Von Reyk Grunow

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