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Neuruppin Mehr Notfallbetten in den Ruppiner Kliniken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mehr Notfallbetten in den Ruppiner Kliniken
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01:15 31.01.2019
Die Ruppiner Kliniken mussten wegen des neuen Gesetzes zu Jahresbeginn keine neuen Pflegekräfte einstellen. Quelle: Foto: Peter Geisler
Neuruppin

Die Ruppiner Kliniken haben mit Jahresbeginn die Zahl ihrer sogenannten Notfallbetten um eines auf 20 erhöht und zugleich ihre bisher zwei Intensivstationen zu einer gemeinsamen zusammengelegt. „Der Gesetzgeber will größere Einheiten“, sagte am Montag Matthias Voth, einer der Geschäftsführer des Neuruppiner Krankenhauses.

Klinikchef: Diese Zeit fehlt für die Patienten

Hintergrund sind gleich zwei Neuerungen, die der Bund anstrebt. So soll mit dem „Pflegepersonal-Stärkungsgesetz“ die Zahl der Pflegekräfte in den Kliniken erhöht werden. Denn für vier Bereiche, die Kardiologie, die Geriatrie, die Intensivstation und die Unfallchirurgie, wurden mit dem Gesetz Untergrenzen für das Pflegepersonal festgelegt.

Für die Ruppiner Kliniken habe sich damit aber kaum etwas geändert, betonte Pflegedirektor René Kelling. „Wir halten den Personalschlüssel nicht nur in den pflegeintensiven Bereichen, sondern im gesamten Krankenhaus ein.“ Gleichwohl bedeutet das neue Gesetz mehr Aufwand – weil die Arbeiten am und mit den Patienten genau dokumentiert werden müssen. „Diese Zeit fehlt dann für den Patienten“, sagte Klinikchef Voth.

Offene Fragen zu Notfallstufenkonzept

Was den Geschäftsführer noch mehr ärgert, ist das ebenfalls seit Jahresbeginn geltende „Notfallstufenkonzept“. Demnach gibt es nunmehr vier Stufen, die von Null, Basis und erweitert bis zu umfassend reichen. „Wir erfüllen die Voraussetzungen für die höchste Notfallversorgung“, ist sich der Klinikchef sicher. Doch ob das Neuruppiner Krankenhaus wirklich dieser Stufe angehört und ihre Leistungen auch entsprechend bezahlt bekommt, das ist bisher offen. Denn der Einstufung müssen die Krankenkassen zustimmen. Die Verhandlungen darüber mit den Kassen seien aber erst im August geplant, weil die Kassen vorher keine Zeit dafür haben, sagte Voth.

Für die Kliniken bedeutet das, dass sie in Vorleistung gehen müssen. Schuld an dieser Situation trägt aus Sicht des Klinikchefs der Bund mit seinen vielen Eingriffen in das Gesundheitssystem, die nicht einmal miteinander abgestimmt seien. „Wir wissen in einem halben Jahr nicht, welches Gesetz gut war und welches weniger“, so Voth.

Mehr Ausbildungsplätze bei der MBN

Ungeachtet des zumindest teilweisen Wirrwarrs um die richtige Gesundheitspolitik versuchen die Ruppiner Kliniken, für ihre Patienten die beste medizinische Versorgung zu garantieren. Damit das gelingt, bilden die Kliniken in der Medizinischen Bildungsakademie Neuruppin (MBN) in Gildenhall seit Jahren auch Krankenpfleger und Physiotherapeuten aus. Im vergangenen Jahr konnte die Zahl der Ausbildungsplätze sogar um zehn auf 160 erhöht werden, betonte Voth.

Auch Pflegedirektor Kelling ist stolz auf die dreijährige Ausbildung, die die MBN anbietet. Diese scheint bei den Auszubildenden ebenfalls gut anzukommen. Denn laut Kelling nehmen mehr als 80 Prozent nach Lehrabschluss das Angebot an, in den Ruppiner Kliniken zu arbeiten.

Von Andreas Vogel

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