Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Dicke Reifen auf Speed
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Dicke Reifen auf Speed
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:08 16.09.2018
Die Monstertruck Show in Neuruppin am Reiz. Quelle: Regine Buddeke
Anzeige
Neuruppin

Alles plattmachen, was unter die Räder kommt. Das darf getrost wörtlich genommen werden. Aber die American Motor Show Stey ist weit mehr als das. Die Fahrer haben allesamt ihr Handwerk gelernt und schrecken vor nichts zurück, wenn es darum geht, alte Karren zu verheizen oder die eigenen Mobile quietschend und in Zeitlupe auf zwei Rädern rollen zu lassen, dass man glaubt, es gebe keine Schwerkraft.

Mit ihren Monstertrucks und waghalsigen Stunts begeisterte die American Motor Show Stey tausend Fans in Neuruppin.

Motorräder, die sich per Rampe über vier parkende Wagen katapultieren, in Rauchschwaden verschwindende Autos, die sich in atemlosen Tanz einen Kampf um den engsten Wendekreis liefern, auf Kippe stehende Flitzer, die in Dreierformation dicht an dicht aneinander vorbeidüsen und millimetergenau – Stoßstange an Stoßstange zum Stehen kommen – das alles konnten am Sonntag die Gäste der Show bestaunen. Dazu waghalsige Crashs mit den sechs Gebrauchtwagen, die am Ende kaum mehr zu erkennen sind – schon gar nicht, wenn das Finale in Form der beiden 700 und 850 PS starken Monstertrucks über sie hinweg walzt.

„Es gibt nichts Schöneres“, sagt Stuntman Joe Williams, einer der Nicht-Steys des Familienunternehmens. Er fahre Auto, seit er fünf sei, bekennt er – und er tue das in dieser Form bereits in dritter Generation.

Spektakuläre Stunts

Mit dem Andrang der Ruppiner hat er nicht gerechnet – vor dem Renn-Gelände auf dem Neuruppiner Reiz-Parkplatz zieht sich die Schlange der auf Einlass Wartenden bis zu 100 Metern. Die 650 Plätze auf den Tribünen sind schnell voll: Stühle müssen her, bis die letzten Neugierigen – am Ende auf Stehplätzen – Platz gefunden haben. Rund 1000 Menschen harren gespannt der Dinge, die da fahren und fliegen.

Schnell riecht es nach Benzin und Gummi, Motoren heulen auf. Die Fahrer heizen ihre Maschinen ordentlich auf Hochtouren. Allesamt kann man sie die „tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ nennen – jüngstes Küken im Rennstall ist Miguel Stey, gerade mal 15 Jahre alt. „Er macht aber alles mit“, sagt Joe Williams anerkennend. Gummibrösel liegen schon zuhauf auf dem Platz.

Crashs mit Gruselfaktor

James Stey ist der Feuerteufel – mit einem roten Kleinwagen düst er durch eine Flammenwalze. Sehr sorgfältig helfen viele Hände, die Rampen und Autos so zu positionieren, wie die Fahrer es gewohnt sind. Ein paar Zentimeter Differenz können entscheidend sein über Gelingen und Nichtgelingen. Und letzteres mag man sich gar nicht ausmalen – selbst wenn alle Fahrer Helm tragen und fest angegurtet sind.

Die erste Stunde ist schnell vorbei, ein paar Mädels dürfen als Taxi-Gäste mit im Wagen sein, wenn die Kamikaze-Piloten ihre Wagen auf zwei Räder aufbocken. Eine will sogar im Kofferraum mitfahren, darf sich dann aber doch als vierter Fond-Gast nach hinten quetschen. Kleines Späßchen mit einem angeblich auf dem Beifahrersitz vergessenen BH – dann darf Überraschungsgast Torsten Durschnabel einsteigen, der am Sonntag seinen 60. Geburtstag feiert. „War super“, sagt er beim Aussteigen aus dem BMW. Schlecht ist ihm bei der schrägen Fahrt nicht geworden – er hat den Stunt auf zwei Rädern selbst schon probiert, sagt er hinterher.

Dinosaurier auf dem Blechfriedhof

Starke Nerven und starke Gurte braucht es auch nach der Pause. Jetzt geben die Fahrer mit spektakulären Crashs erst einmal richtig Gas. Ein hochkant stehender Wagen wird mit Vollgas gerammt und unterfahren. Die Fahrer schlagen Auto-Salti – so ein dreieinhalbfacher Überschlag sieht schon gefährlich aus. Dann rollen die Monstertrucks und machen Mus aus dem, was von den Crash-Autos noch übrig ist. Das Publikum ist gebannt bis zur letzten Sekunde, als dem großen American Destructor der Kühler platzt und er aufgibt. Der kleinere Racing Bull schafft immerhin drei Sprünge über den Autofriedhof. Dann ist wieder Stille auf dem Platz.

Von Regine Buddeke

Auf der Autobahn 24 ereigneten sich am Freitag die Unfälle in Kette – es gab Sachschäden von insgesamt 33 0000 Euro und kilometerlange Staus – eine erneute Unfallquelle.

16.09.2018

Bereits zum dritten Mal hat der Neuruppiner Musikverein die 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens aufgeführt – diesmal in der Kulturkirche. Dirigent Takao Ukigaya führte das Brandenburgische Staatsorchester bravourös durch die Höhen und Tiefen des anspruchsvollen Werks. 120 Sänger jubelten das Finale.

16.09.2018

Am World Cleanup Day machen rund um den Globus Menschen in der Natur sauber. Aus Anlass dieses Tages organisierten der Tierpark Kunsterspring und die Wirtschaftsjunioren Ostprignitz-Ruppin einen Großputz im Tierpark.

19.09.2018
Anzeige