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Neuruppin Nach Fällungen in Bechlin folgen bald weitere
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17:32 06.11.2018
Gefällte Bäume in der Dorfstraße in Bechlin. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

„Für mich ist es wichtig, dass bei solchen Themen eine möglichst umfassende Information der Anwohner vorhanden ist.“ Arne Krohn, Baudezernent der Stadtverwaltung hatte gemeinsam mit Bürgermeister Jens-Peter Golde am Dienstag bei der wöchentlichen Pressekonferenz der Stadt ein starkes Bedürfnis. Ein Bedürfnis, das nachzuholen, was die Stadt Ende vergangener Woche versäumt hatte: Die Anwohner der Bechliner Straße detailliert darüber zu informieren, warum zahlreiche bis zu 200 Jahre alte Bäume vor ihren Häusern gefällt wurden.

Das hatte für viel Aufregung gesorgt. Viele Anwohner waren besonders verwundert, als sie entdeckten, dass einige der gefällten Bäume gesund aussahen.

Bäume in Neuruppin stehen vor Generationenwechsel

„Wir stehen vor einem gravierenden Generationenwechsel, was zumindest das Großgrün anbelangt“, sagte Arne Krohn. „So ein Baum hat nun mal eine gewisse Lebenszeit, die dann irgendwann den Zenit überschritten hat“, sagte Krohn. Deshalb gehe es in Neuruppin in den kommenden 20 Jahren darum, dass sich „viele liebgewonnene Ansichten verändern werden.“

Der Baudezernent betont, dass die Stadt froh ist, die Stellen der Baumwarte von zwei auf drei erhöht haben zu können. Die drei Männer sind für die Beobachtung, Bewertung, Pflege und Fällung der Bäume in der Stadt zuständig. Sie waren es auch, die entschieden, die Fällarbeiten in der Bechliner Straße durchführen zu lassen.

Bäume sind alt und lange nicht gepflegt worden

„Der Zustand der Bäume dort ist das Grundproblem“, sagte André Bär von der Baumwarte, der gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Zech auf der Pressekonferenz Auskunft über die Vorgänge in der vergangenen Woche gegeben hat. „Es geht nicht nur darum, dass die Bäume hohl sind. Sie sind auch schlicht alt, längere Zeit nicht gepflegt worden.“ Dadurch haben sich die Bäume in eine Richtung entwickelt, die kritisch zu beurteilen gewesen seien. Auch jene, die augenscheinlich gesund aussahen. „Mit der Schnittmaßnahme in Bechlin, wird die Verkehrssicherheit dort wieder hergestellt“, so Bär. „Und das ist höchste Priorität“, ergänzt Arne Krohn.

Im nächsten Frühjahr werden Bär und seine Mitarbeiter die nun gefällten zehn Bäume durch neue ersetzen. Diese sollen allerdings weiter weg von den Häusern der Anwohner stehen. „Damit sie nicht so schnell wieder an die Häuser heranragen“, sagte Bär.

Weiter Pflegemaßnahmen stehen an

Der Stadt steht für Maßnahmen wie diese und weitere Baumpflegearbeiten im Jahr knapp 800.000 Euro zur Verfügung. Die Baumwarte ist etwa 20.000 Bäume zuständig.

In den kommenden Wochen stehen derweil Pflegearbeiten an Bäumen an: In Wulkow, in der Lindenallee, in der Jahnstraße sowie in der Dorfstraße Buskow bis zur L16.

In Nietwerder sollen bis zu 60 Bäume fallen

Und auch weitere Fällungen und Erneuerungen stehen an. Davon werden in den nächsten Jahren weitere Alleen betroffen sein. Ein Beispiel ist der Ortszubringer Nietwerder. Dort ist geplant, 60 Bäume zu fällen. Alte Alleen, wie die in Nietwerder, stehen allerdings unter besonderem Naturschutz. „Sobald wir das Ok von der unteren Naturschutzbehörde haben, werden wir auch da beginnen, die Bäume abschnittsweise zu fällen und zu erneuern“, sagte André Bär.

Fällungen sind für die Baumexperten stets der letzte Weg. Wenn die Bäume aber in einem so desolaten Zustand sind, dass sie die Verkehrssicherheit gefährden, greift auch der Naturschutz nicht mehr.

Von Annika Jensen

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