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Neuruppin Nachwuchs-Blasorchester „#Schnuff“ spielt für Kitakinder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Nachwuchs-Blasorchester „#Schnuff“ spielt für Kitakinder
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00:21 30.06.2018
So klingt ein Fagott: Kitakinder hören dem Nachwuchs-Blasorchester der Kreismusikschule zu. Quelle: Frauke Herweg
Neuruppin

Ein Haus hat einen Boden, Wände und ein Dach. Ganz ähnlich ist auch ein Musikstück aufgebaut. Die tiefen Töne der Tuba sind der Grund, auf dem die Wände aus Hörnern, Posaunen, Trompeten und Fagotts stehen. Die Saxophone liefern die Melodie – das Dach.

Wie ist ein Musikstück aufgebaut? Welche einzelnen Stimmen kann man in einem Blasorchester hören? Das führten junge Musiker des Nachwuchs-Blasorchesters „#Schnuff“ am Mittwoch in der Kreismusikschule Kitakindern vor. „Jeden Donnerstag bauen wir ein Musikhaus“, erklärte die Leiterin von „#Schnuff“ Heike Leske den jungen Gästen. „Den Boden für unser Haus spielt die Tuba. “

Hörprobe eines ganzen Orchesters

Musikschullehrerin Heike Leske unterrichtet an fünf Kitas im Landkreis musikalische Früherziehung. Zwar kann Leske den Jungen und Mädchen dort durchaus einzelne Instrumente vorstellen – eine Trompete etwa oder eine Querflöte. Doch wollte sie den Kindern auch mal eine Hörprobe eines ganzen Orchesters geben. Nur wenige Nachwuchs-Blasorchester hätten wie das Orchester der Kreismusikschule auch Fagotts oder Oboen in ihren Reihen. „Das ist nicht üblich“, sagt Leske. „Das kann man sonst nicht hören.“

Nach Hörproben des Georg-Benson-Klassikers „On Broadway“ und OneRepublics „Counting Stars“ konnten die Kitakinder einzelne Instrumente kennen lernen. Der kleine Michel kennt die Tuba nur dem Namen nach – gesehen hat er sie noch nie. Als die Tuba-Spielerin Emily ihm das tiefste aller Blechblasinstrumente vorführt ist, er sichtlich beeindruckt. Seine Stuhlnachbarn ebenfalls.

Bei den anderen Instrumente wird es schwieriger. Die Kinder kennen zwar Klaviere, Geigen oder Gitarren. Auch ein Schlagzeug haben einige schon mal gesehen. Mit Oboen, Klarinetten oder einem Fagott müssen sie sich erst noch vertraut machen.

Das Mundstück der Oboe quietscht

Völlig überrascht sind sie, als Moritz ihnen die quietschenden Töne vorführt, die aus dem Mundstück seiner Oboe kommen. Es klingt, als würde Moritz über einen Grashalm blasen. Das Mundstück der Oboe produziert Töne, die die Kinder zum Lachen bringt. Auch die Posaune kann Geräusche machen, die den Kindern gefällt – wie die Begleitmusik zu einem Comic.

Die Kreismusikschule bietet musikalische Früherziehung in verschiedenen Kitas des Landkreises an. Heike Leske besucht Kitas in Radensleben, Wustrau, Wuthenow, Neuruppin und Protzen. Ihre Kollegin unterrichtet in Lindow und Rheinsberg. Kinder können zudem am Nachmittag Kurse in musikalischer Früherziehung besuchen. „Wir haben eine immer gut gefüllte Warteliste“, sagt Leske.

In dem Nachwuchs-Blasorchester „#Schnuff“ spielen junge Musiker im Alter von neun bis 14 Jahren. Sie können später in das Blasorchester der Kreismusikschule wechseln. Vor einer Woche waren die „#Schnuff“-Musiker beim Schuljahresabschlusskonzert der Musikschule zu hören gewesen.

Von Frauke Herweg

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