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Neuruppin Einmal Buckeln für den Innenminister
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Einmal Buckeln für den Innenminister
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14:42 28.11.2018
Auf dem Rücken des Bürgermeisters: Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) unterschreibt den symbolischen Scheck zum Bau der neuen Feuerwache in Alt Ruppin Quelle: Peter Geisler
Alt Ruppin

Für einen Förderbescheid von 1,2 Millionen Euro kann man schon mal seinen Rücken krumm machen und diesen als Schreibunterlage zur Verfügung stellen: Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) jedenfalls bot Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwochfrüh seinen Rücken als Unterlage an, damit Schröter den symbolischen Scheck, den er nach Alt Ruppin mitgebracht hatte, noch schnell unterschreiben kann. Das hatte der Minister, der wenig später zur Innenministerkonferenz nach Magdeburg musste, nämlich in der Eile vergessen.

Wertvoller als Goldstaub

Das Buckeln hat sich für Neuruppins Bürgermeister gelohnt. Brachte Schröter doch die Zusage mit, dass sich das Land an den Kosten für den Neubau einer Feuerwache in Alt Ruppin mit 1,2 Millionen Euro beteiligen wird. Das sei schon ein „ganz großer Anteil“, sagte Schröter.

Zugleich lobte er die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute. Diese seien „viel wertvoller als Goldstaub“, weil sie nicht nur glänzen würden, sondern zu jeder Tages- und Nachtzeit helfen. „Sie begeben sich in Gefahr, um andere zu retten“, so Schröter.

Neubau soll bis Ende 2019 stehen

Die derzeitige Feuerwehrwache von Alt Ruppin befindet sich in Rhinnähe. Das ist insofern praktisch, weil die Alt Ruppiner Brandschützer auch für Einsätze auf dem Ruppiner See verantwortlich sind und dafür über ein Boot verfügen. Allerdings ist das jetzige Gebäude zu klein und genügt schon längst nicht mehr den Ansprüchen. Immerhin gibt es in Alt Ruppin 65 aktive Brandschützer. Hinzu kommen 35 Mädchen und Jungen bei der Kinder- und Jugendwehr sowie mehr als 30 Feuerwehrsenioren. Lange wurde deshalb nach einem neuen Standort gesucht – und dieser dann in der Nähe des einstigen Bahnhofes an der B 167 gefunden. Dort soll der Neubau bis Ende 2019 entstehen.

Die Arbeiten kosten vermutlich rund drei Millionen Euro, sagte Neuruppins Stadtbrandmeister Reinhardt Jachnick, womit die Fontanestadt einen Eigenanteil von vermutlich 1,8 Millionen Euro stemmen muss. Die neue Feuerwache wird das Quartier des vierten Löschzuges werden, der aus den Einsatzkräften aus Alt Ruppin, Nietwerder und Wulkow gebildet wird. Ende 2019 sollen dann auch die Feuerwehrleute aus Molchow und Krangen zum Löschzug nach Alt Ruppin dazu stoßen.

Pläne für neue Hauptwache in Neuruppin

Bis dahin dürfte auch feststehen, wo die neue Hauptwache der Neuruppiner Feuerwehr errichtet wird. Denn die Hauptwache in der Schinkelstraße ist zu klein geworden. Zum einen, weil immer mehr Technik für die vielen Einsätze notwendig ist. Zum anderen, weil Neuruppin weitere hauptamtliche Feuerwehrleute einstellen will, um die ganze Woche über Einsätze rund um die Uhr absichern zu können. Mit den derzeit 19 hauptamtlichen Kräften sei das nicht zu schaffen, sagte Stadtbrandmeister Jachnick.

Das Rathaus präferiert aktuell einen Neubau in der Nähe des Bahnhofes West an der Westachse. Jachnick ist da etwas skeptisch: Er befürchtet, dass das Grundstück vielleicht zu klein sein könnte, wenn Neuruppin weiter wächst und auch mehr Einsatzkräfte benötigt werden. Schließlich solle die neue Hauptwache, die wohl mehr als zehn Millionen Euro kosten wird, ja nicht nach fünf Jahren schon zu klein sein.

Von Andreas Vogel

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