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Neuruppin Bürgermeister will wieder einen Beigeordneten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Bürgermeister will wieder einen Beigeordneten
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18:25 31.05.2018
Bei Jens-Peter Goldes Amtsantritt gab es noch eine Beigeordnete: Margarete Jungblut. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Ab Januar soll es im Neuruppiner Rathaus wieder einen Beigeordneten geben. Dieser soll der ständige Vertreter des Bürgermeisters sein und das Dezernat Zentrale Verwaltung übernehmen, das zuletzt Willi Göbke inne hatte. Kämmerer Göbke war Ende April nach 24 Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden. Seitdem hat Bürgermeister Jens-Peter Golde(Pro Ruppin) diese Aufgabe zusätzlich übernommen.

Sogar zwei Beigeordnete wären möglich

Golde warb am Mittwoch beim Strukturausschuss für das notwendige Ändern der Hauptsatzung. Denn laut der Kommunalverfassung könnten Gemeinden mit mehr als 15 000 Einwohnern einen oder mehrere Beigeordnete wählen. Neuruppin mit seinen 32 000 Einwohnern könnte sogar zwei Beigeordnete wählen, geplant sei jedoch lediglich eine Stelle, so Golde. Der Bürgermeister erhofft sich durch den oder die Beigeordnete auch weniger Termine an den Wochenenden. Allein im vergangenen Jahr habe er an 39 Wochenenden Termine wahrnehmen müssen. Denn Baudezernent Arne Krohn ist nur Stellvertreter, wenn der Bürgermeister im Urlaub oder krank ist. „Das ist nicht optimal“, sagte Golde, der seit 13 Jahren als Bürgermeister im Amt ist.

Nachwuchs für die Führungsebene

Gerd Klier (Linke) begrüßte den Vorstoß und verwies zugleich auf die Altersstruktur an der Stadtspitze, der bei deutlich über 50 Jahren liegt. „Wir brauchen einen loyalen Menschen, der den Staffelstab weitergibt“, stimmte Golde zu. Allerdings gibt es dabei ein gewisses Handicap. Denn der oder die Beigeordnete wird für acht Jahre gewählt und muss sich danach erneut dem Votum der Abgeordneten stellen. SPD-Fraktionschef Nico Ruhle sieht darin kein Problem. „Wir müssen Nachwuchs für die Führungsebene aufbauen.“ Gleichwohl enthielt sich Ruhle wie sein Parteifreund Klaus-Dieter Miesbauer der Stimme.

Keine Beigeordneten in Kyritz und Wittstock

Denn Beigeordnete sind keine Pflicht. So gibt es diesen Posten auch bei der Stadtverwaltung in Wittstock nicht. In der Dossestadt, die 2008 noch mehr als 15 600 Einwohner hatte, leben derzeit noch gut 14 500 Menschen. Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) wechsele sich mit seiner Amtsleiterin für Bildung, Jugend und Kultur, Dorothea Stüben, bei den Terminen ab, sagte am Donnerstag Rathaussprecher Jean Dibbert.

Ähnlich wird in Kyritz verfahren. Die Knatterstadt zählt knapp 10 000 Einwohner. Bürgermeisterin Nora Görke (parteilos) stimme sich wegen der Termine mit Bauamtsleiterin Katharina Iredi ab, sagte Stadtsprecherin Doreen Wolf. Der Neuruppiner Strukturausschuss sprach sich dafür aus, wieder einen Beigeordneten zu bestellen. Schließlich habe Margarete Jungblut das Amt gut geführt, sagte Andreas Dziamski (Pro Ruppin). Margarete Junglut war zwölf Jahre Beigeordnete und 2006 in den Ruhestand gegangen. Seitdem gibt es in der Fontanestadt keinen Beigeordneten mehr.

Golde wäre für eine parteilose Frau

Bürgermeister Golde wäre froh, wenn dieser Posten wieder besetzt wird – am liebsten wäre es ihm, wenn wieder eine Frau den Zuschlag erhält. Immerhin machen Frauen etwa 70 Prozent der Beschäftigten in der Neuruppiner Verwaltung aus. Die Rathausspitze wird indes von Männern dominiert. Die Stadtverordneten entscheiden am 25. Juni darüber, ob der Posten geschaffen werden soll.

Von Andreas Vogel

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