Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Eine Stele für Marianne Kühn-Berger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Eine Stele für Marianne Kühn-Berger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 08.12.2018
Marianne Kühn-Berger schuf auch den Brunnen in den Ruppiner Kliniken. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Pünktlich zum 92. Geburtstag von Marianne Kühn-Berger am 17. März soll in der Nähe des Neuruppiner Rathauses eine etwa 1,60 Meter große Stele zum Gedenken an die Künstlerin aufgestellt werden. Die Kosten dafür in Höhe von 9500 Euro wird der LionsclubEffi Briest“ übernehmen. Kühn-Berger, die vor zwei Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls überraschend gestorben war, war Ehrenmitglied bei „Effi Briest“.

Die Künstlerin, die sehr vielseitig interessiert war, hatte sich weit über die Region hinaus einen guten Ruf erworben. Geboren wurde sie 1927 in Breslau. Zwischen 1936 und 1944 machte sie eine Zeichenausbildung und nahm Ballettunterricht.

Die Kostüme für die Stewardessen der Interflug

Nach der Vertreibung der Familie studierte sie ab 1946 in Leipzig und arbeitete seit 1950 am Deutschen Mode­institut sowie bei der DDR-Frauenzeitschrift Sibylle. Auch als Kostümbildnerin für Film und Fernsehen arbeitete Marianne Kühn-Berger und widmete sich dabei vor allem Kostümen für Ballettaufführungen. Zudem entwickelte sie die Bekleidung der Stewardessen der DDR-Fluglinie Interflug mit.

In den 1960er Jahren entdeckte Marianne Kühn-Berger die freie Grafik und die Miniaturmalerei für sich. Zudem erlernte sie verschiedene Glasbearbeitungstechniken. Mit ihrem Mann, dem Maler und Grafiker Kurt-Hermann Kühn, lebte sie bis zu dessen Tod 1989 bei Potsdam. Von Kühn stammen beispielsweise die Fresken im Festsaal der Ruppiner Kliniken.

Auch für die Freie Heide eingesetzt

Seit 1992 lebte sie in Neuruppin. In ihren Werken setzte sie sich immer wieder für eine friedliche Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide ein. Vor allem ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass 2006 in Neuruppin die Galerie am Bollwerk eröffnet werden konnte.

Mit einer Stele, die zwischen den Rathäusern A und B aufgestellt wird, soll nun an Marianne Kühn-Berger erinnert werden. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dem bereits zugestimmt. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten am 17. Dezember.

 

Von Andreas Vogel

Bei den Neuruppiner Stadtverordneten herrscht Unmut über Pläne, zur Kommunalwahl im Mai den Wahlkreis so zu ändern, dass Kreisstadt und Ortsteile voneinander getrennt werden. Entscheiden wird der Kreistag am 13. Dezember.

04.12.2018

Die Neuruppiner Kulturkirche lud zum inzwischen 15. Mal zur Weihnachtswerkstatt. Mehrere hundert Kinder backten und bastelten.

04.12.2018

Gutes Geld für gute Arbeit – das fordert die Gewerkschaft Verdi auch für das nichtärztliche Personal bei den Ruppiner Kliniken und ihrer Tochter OGD, den Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdiensten. Die Tarifverhandlungen beginnen am Donnerstag.

04.12.2018