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Neuruppin Brandenburger Video-Cutter wird von Rosenstolz entdeckt
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15:35 27.10.2018
Der Hobby-Videolkünstler Erik Brassat aus Neuruppin. Quelle: Annika Jensen
Neuruppin

Es war fast Mitternacht. Da trudelte die Mail ein. „Ich war super aufgeregt“, erinnert sich Erik Brassat. Der 20-Jährige hatte eine Nachricht von Peter Plate und Ulf Leo Sommer bekommen – zwei der drei Menschen, die viele Jahre die Band Rosenstolz ausmachten. Plate war Sänger und Komponist. Sommer war Produzent der Band. Das dritte Mitglied war die Sängerin Anna R. 2012 trennten sich die Musiker.

Erik Brassat ist großer Fan. Und Hobby-Videokünstler. In jener Nacht hatte er ein Musikvideo geschnitten. Zu einem Lied, das auf einem neu erschienen Best-of-Album zu hören ist. „Ich hatte Ulf angeschrieben und gefragt, ob ich das Video veröffentlichen darf“, erzählt Erik. Die Antwort, die kurz darauf kam, hätte er so nicht erwartet. „Sie fanden das Video so gut, dass sie mich fragten, ob sie es unter meinem Namen auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlich dürfen.“

Rosenstolz-Musik in die Wiege gelegt

Danach kam er kaum zur Ruhe. „Ich habe meiner Mutter sofort davon erzählt“, sagt er. Die hatte dann ebenso wenig Muße, schlafen zu gehen. Sie ist seit den 1990er Jahren ein großer „Rosenstolz“-Fan. „Sie hat mir die Musik quasi in die Wiege gelegt“, sagt Erik Brassat. „Sie hat sich sehr für mich gefreut.“

Brassat lernt Sozialassistent an der Schule Agus/Gadat. Demnächst beginnt er ein Praktikum im Seniorenwohnpark. Später als Altenpfleger zu arbeiten, kann er sich aber nicht vorstellen. „Es ist ein Pflichtpraktikum“, sagt er. „Ich interessiere mich eher für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Deswegen würde ich nach meinem Sozialassistenten gerne eine Ausbildung zum Erzieher machen.“

Wand in Brassats Zimmer. Quelle: privat

Seit fünf Jahren schneidet er in seiner Freizeit Videos zusammen. Angefangen hatte er mit Videospielen. Irgendwann kamen auch Musikvideos dazu. Das Stück, das er an jenem Abend schnitt, war zu dem Lied „Ich trag heute Weiß (denn du bist tot)“. Es entstand aus Material, das die Band zu einem anderen Lied Ende der 1990er Jahre produziert hatte.

Brassat schnitt die Stellen raus, in denen die Sängerin singend zu sehen ist und verlängerte den Clip insgesamt. „Denn das Lied war länger als das ursprüngliche Video“, sagt er. Das gefiel Plate und Sommer offenbar so gut, dass sie es zu dem offiziellen Musikvideo zum Lied gemacht haben. Auf dem Youtube-Kanal der Band wurde es mittlerweile über 28 300 Mal angeklickt.

Filmschnitt als Beruf? Bloß nicht.

Wäre nach so einem Erfolg das Filmeschneiden nicht auch beruflich eine Option? „Eher nicht“, sagt Erik Brassat. „Ich hätte Angst, dass es keinen Spaß mehr machen würde“, sagt er. „Dann würde ja nur das Geld im Vordergrund stehen. Da mache ich im Job lieber andere Dinge, die mir Spaß machen.“

Von Annika Jensen

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