Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Mehr Sicherheit für die Justiz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Mehr Sicherheit für die Justiz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:33 12.06.2018
Das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Neuruppin erhalten eine Sicherheitsschleuse. Sven Pooch von der Firma Vesta aus Potsdam baut neue Wache für die Übergangszeit Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Es hat zwar Jahre gedauert, aber jetzt haben die Arbeiten für eine gemeinsame Sicherheitsschleuse von Landgericht und Staatsanwaltschaft Neuruppin begonnen. Die Schleuse soll möglichst im Februar 2019 in Betrieb gehen können, sagte am Dienstag Christine Kirbach vom Landgericht. Demnach entsteht als Erstes im Eingangsbereich eine provisorische Wache. Denn das jetzige Foyer soll für die Sicherheitsschleuse abgebaut werden. Deshalb werden die Justizbeamten während der Arbeiten in die provisorische Wache umziehen, die seit Montag im bisherigen Wartebereich neben dem Foyer errichtet wird. Bis Freitag soll das Provisorium fertig sein, hieß es am Dienstag von Sven Pooch (40) von der Potsdamer Firma Vesta, die die Arbeiten umsetzt. Die Schleuse soll die Behörden besser als bisher gegen Übergriffe schützen.

Eine Schleuse wie auf dem Flughafen

Bislang werden Besucher der ehemaligen Königstorkaserne in der Neuruppiner Feldmannstraße, in der Landgericht und Staatsanwaltschaft ihre Räume haben, nur sporadisch kontrolliert – beispielsweise vor Gerichtsverhandlungen, bei denen es um organisierte Kriminalität geht. Dann müssen Besucher ihre geöffneten Taschen zeigen und gehen wie auf dem Flughafen durch eine spezielle Schleuse, die bei Metall anschlägt.

Nach tödlichen Übergriffen an mehreren deutschen Gerichten hatte Brandenburg sein Sicherheitskonzept für die Justiz überarbeitet. So hatte im Januar 2012 ein 55-Jähriger einen Staatsanwalt im Amtsgericht Dachau (Bayern) erschossen. Das Oberlandesgericht in Brandenburg an der Havel hat bereits seit 2009 eine Sicherheitsschleuse, das Amtsgericht in Oranienburg seit 2013. Auch die Sicherheitsschleuse für das Justizzentrum in Neuruppin sollte bereits vor vier Jahren gebaut werden.

Kosten von 850 000 Euro

Aber das Projekt wurde immer wieder verschoben. Ein Grund: Die Schleuse in Neuruppin wird deutlich teurer als die, die am Landgericht Frankfurt (Oder/240 000 Euro) und am Landgericht Cottbus (260 000 Euro) errichtet wurden. Denn die einstige Königstorkaserne steht unter Denkmalschutz. Deshalb mussten die Arbeiten für die Schleuse zunächst mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Zudem sollen durch diese in der Fontanestadt gleich zwei Behörden besser geschützt werden. In Cottbus und Frankfurt ging es jeweils nur um das Landgericht vor Ort. In Neuruppin wird derzeit mit Kosten von 850.000 Euro gerechnet.

Im vergangenen Jahr waren an den Gerichten in Brandenburg laut Justizsprecher Uwe Krink 4335 gefährliche Gegenstände gefunden und einbehalten worden. Darunter waren auch Einhandmesser, Schlagringe und Butterflymesser. Nach derzeitigem Stand sind zehn Gerichtsgebäude in der Mark mit einer Sicherheitsschleuse ausgestattet. An diesen gibt es permanent Einlasskontrollen, an den anderen Gerichten lediglich bei besonderen Verfahren.

Ohrstöpsel für die Mitarbeiter

Weil die jetzt anstehenden Arbeiten im Justizzentrum Neuruppin nicht geräuschlos über die Bühne gehen werden, wurden an die knapp 70 Mitarbeiter des Landgerichtes vorsichtshalber Ohrstöpsel ausgereicht. Zudem sei man mit der Baufirma in Kontakt, um abzustimmen, ob bei normalem Prozessbetrieb schwere und besonders lautstarke Arbeiten verschoben werden können, sagte Kirbach. Bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin gibt es 124 Beschäftigte.

Von Andreas Vogel

Zum Auftakt der 25. Brandenburgischen Seniorenwoche wurden in der Kulturkirche Neuruppin 13 Senioren für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Bereiche, in denen sie sich engagieren, sind vielfältig. Und ohne sie wohl kaum so präsent im Stadtleben. Landrat Ralf Reinhardt dankte ihnen dafür.

12.06.2018

Das Mordopfer, das tot in einer Papiertonne in Radensleben gefunden wurde, muss laut Gerichtsmedizin mehrere Stunden bis zu seinem Tod gelitten haben. Dafür sprechen die vielen Verletzungen an verschiedenen Körperregionen.

12.06.2018

Zum vierten Mal zieht das Team des Neuruppiner Tierparks Kunsterspring Wolfswelpen auf. Arik, Boris und Bela sollen das Rudel verjüngen, dessen ältestes Tier bereits 15 Jahre ist. Die jungen Brüder entwickeln sich prächtig.

12.06.2018