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Neuruppin Rückschlag für Corven
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Rückschlag für Corven
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01:16 16.07.2018
Corven nach der Knochenmarkspende in München. Quelle: foto: Privat
Storbeck/München

Rückschlag für Corven: Der zwölfjährige Sohn von Christin Eichler und Guido Semrau aus Storbeck, der seit seiner Geburt an einer seltenen Immunschwäche leidet und bereits die dritte Knochenmarktransplantation hinter sich hat, muss vermutlich länger in der Universitätsklinik in München behandelt werden als gedacht. Grund: Seine Lungenfunktion ist beeinträchtigt, weshalb Corven derzeit mit Cortison behandelt wird.

Mit dem Knochenmark der Mutter

Mutter Christin Eichler führte die Erkrankung am Freitag auf eine Nebenwirkung der Transplantation von Ende März zurück. Das Knochenmark, mit dessen Hilfe der Körper ein neues Immunsystem aufbauen soll, hatte sie selbst gespendet. Allerdings ist dieses Verfahren noch recht neu. Zuvor war nach einer Art genetischem Zwilling gesucht worden.

Bis vor Kurzem sah es so aus, als habe Corven die Transplantation gut überstanden: Sein Körper baute neue Zellen auf, er durfte sogar schon für einige Tage nach Hause nach Storbeck und musste lediglich an den Wochenenden wieder zur Untersuchung in die Klinik nach München. „Eigentlich war geplant, dass Corven ab Oktober wieder in die Schule geht“, sagte Christin Eichler. Der Junge wechselt mit Beginn des neuen Schuljahres von der Rosa-Luxemburg-Schule auf das Schinkelgymnasium in Neuruppin. Auch der beantragte Hausunterricht ab Mitte August, wenn die Schule wieder beginnt, wurde gerade genehmigt. Demnach würde Corven zunächst für zehn Stunden in der Woche zu Hause unterrichtet.

Cortison-Therapie kann Monate dauern

Aber das steht jetzt alles erst einmal hintenan. Oberste Priorität sei nun, dass die Lunge möglichst schnell wieder richtig arbeitet, sagte Christin Eichler. Wie lange das dauern wird, ist offen. Klar ist aber, dass eine derartige Cortison-Therapie bis zu einem halben Jahr dauern kann.

Corven leidet am sogenannten Wiskott-Aldrich-Syndrom. Die Betroffenen haben zu wenig Blutplättchen, die auch Thrombozyten genannt und im Knochenmark gebildet werden. Thrombozyten sind wichtig für die Blutgerinnung. Normal wären 150 000 bis 380 000 Thrombozyten je Tausendstel Milliliter. Corven hatte vor dem Eingriff in München etwa 20 000.

Von Andreas Vogel

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