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Neuruppin SPD will Schwimmkurse für städtische Kitas
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin SPD will Schwimmkurse für städtische Kitas
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15:31 07.12.2018
Bisher bezahlen die Eltern die Kosten für einen Schwimmkurs ihres Kindes, das in eine Kita geht. Foto: Patrick Pleul/ Quelle: dpa
Neuruppin

Für einige Unruhe sorgt der SPD-Antrag, dass ab dem kommenden Jahr ein oder zwei kommunale Kitas in Neuruppin auch Schwimmkurse für fünf- und sechsjährige Mädchen und Jungen anbieten sollen.

Kita-Erzieher irritiert

Während Neuruppins SPD-Fraktionschef Nico Ruhle darauf verweist, dass laut der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) allein in diesem Jahr bis Ende August mindestens 445 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken sind, darunter 39 Kinder bis 15 Jahren, sind einige Kita-Erzieher irritiert: Sollen sie künftig mit den Kindern ins Planschbecken steigen und ihnen dabei das Schwimmen beibringen? Nico Ruhle winkt ab. Demnach sollen Erzieher die Kita-Kinder lediglich sicher zum Schwimmkurs und wieder zurück bringen. „Wir brauchen Fachkräfte für den Schwimmunterricht.“ Ruhle denkt dabei beispielsweise an Hilfe von der Sportschule Lindow und von der Wasserwacht.

150 Euro je Kurs

Unklar ist aber, wer eigentlich die Kosten für den Schwimmkurs in den städtischen Kitas tragen wird. Bei den sogenannten freien Kitas, die Schwimmunterricht anbieten, übernehmen die jeweiligen Eltern die Kosten. „Das sind 150 Euro je Kurs“, sagte am Freitag Elke Kalkofen, die die Kita „Fontaneknirpse“ leitet, die vom Internationalen Bund (IB) betrieben wird. Bei den „Fontaneknirpsen“ wird der Schwimmunterricht in der Fontanetherme seit drei Jahren angeboten, von der Kita „Miteinander“ sogar schon seit acht Jahren. „Bademeister Torsten Kukuk macht das einfach toll für die Kinder“, schwärmt Evelin Janzen, die die Kita Miteinander leitet, die von der Stephanusstiftung betrieben wird.

Kalkofen würde es allerdings ungerecht finden, wenn die Kosten für den Schwimmkurs in städtischen Kitas einfach von der Stadt übernommen werden. Das käme einer Ungleichbehandlung der freien Kitaträger gleich.

Ein Kniff ist gefragt

Ein Nachteil für Eltern, die ihr Kind in einer freien Kita betreuen lassen, sollte eigentlich nicht entstehen, sagt SPD-Mann Ruhle. Aber wie das verhindert werden könne, dass weiß der Politiker auch nicht so genau. Möglich seien vielleicht Zuschüsse von der Sozialen Stiftung Neuruppin. Allerdings ist dann wohl ein besonderer Kniff gefragt. Denn von der Stiftung gibt es eigentlich keine Zuschüsse für Personalkosten.

Über den SPD-Antrag zum Schwimmunterricht in kommunalen Kitas entscheiden Neuruppins Stadtverordnete am 17. Dezember.

Von Andreas Vogel

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