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Neuruppin Teure Rechnung unter Kaufleuten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Teure Rechnung unter Kaufleuten
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18:05 26.07.2018
Der Kaufmann Martin Opitz. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Mache nie Geschäfte mit Freunden, heißt es im Volksmund. Wie wahr diese Warnung sein kann, das hat jetzt der Neuruppiner Kaufmann Martin Opitz erfahren. Denn das Landgericht Neuruppin hat am Donnerstag eine Klage von Opitz abgelehnt. Damit muss er den Kaufpreis von 116 000 Euro an seinen ehemaligen Freund und Geschäftspartner Manuel Reiser für ein Grundstück samt leer stehendem Gebäude in Neuruppin-Treskow bezahlen.

Überrascht vom Bebauungsplan

Opitz wollte dort, in unmittelbarer Nähe zu einem Flüchtlingsheim, ein zweites Heim errichten. Erste Gespräche mit den Behörden liefen. Demnach war von einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren die Rede – bis auffiel, dass das Haus gar nicht längerfristig als Flüchtlingsheim genutzt werden kann: Die Stadt Neuruppin hatte schon vor Längerem im Bebauungsplan festgelegt, dass das seit 2001 leer stehende Gebäude demnächst abgerissen werden muss, weil an dieser Stelle eine Grünfläche vorgesehen ist.

Als Opitz dies erfuhr, wollte er den im Herbst 2014 geschlossenen Kaufvertrag annullieren. Das lehnte Reiser ab, weshalb sich nun das Landgericht mit dem Fall zu beschäftigen hatte. Die Richter um Michael Pulfrich entschieden, dass es sich um keinen Fall von Wucher oder eines wucherähnlichen Geschäftes handelt – obwohl Reiser das Grundstück mit einem Geschäftspartner für 6000 Euro gekauft und für 116 000 Euro verkauft hatte. Zudem soll Reiser gewusst haben, dass auf dem Areal kein zweites Flüchtlingswohnheim entstehen kann. Das habe das Gericht aber nicht untersucht, sagte Pulfrich.

Gericht sieht keine arglistige Täuschung

Vielmehr sei es darum gegangen, ob ein Kaufmann die schwächere Situation eines anderen durch eine arglistige Täuschung ausgenutzt habe. Dies habe das Gericht nicht erkennen können, so Pulfrich. Denn für Kaufleute gelten höhere Anforderungen. Sie seien selbst dafür verantwortlich, sich vor Abschluss eines Geschäftes alle notwendigen Unterlagen zu besorgen. „Der Bebauungsplan von Neuruppin ist sogar über das Internet abrufbar“, sagte Pulfrich. Demnach ist das Grundstück als „Vorgartenzone“ eingezeichnet. Gegen die Entscheidung des Landgerichts ist Berufung möglich. Opitz will das mit seinem Anwalt prüfen. 

Von Andreas Vogel

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