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Neuruppin Kampfansage: Die CDU will das Landtagsmandat
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Kampfansage: Die CDU will das Landtagsmandat
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19:41 11.01.2019
Michael Gayck ist Neuruppins CDU-Stadtchef Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Diesmal soll es wirklich klappen. Bei der Landtagswahl am 1. September will die CDU das Direktmandat im Altkreis Neuruppin erringen. Das ist bisher noch nie gelungen: Von 1990 bis 2004 holte der Neuruppiner Wolfgang Klein (SPD) das Mandat, dann der Neuruppiner Bürgermeister Otto Theel (Linke), danach der Rheinsberger Ortschef Manfred Richter (SPD) und vor fünf Jahren die langjährige Chefin der Rheinsberger Musikakademie Ulrike Liedtke (SPD). Die SPD-Frau (60) tritt auch wieder zur Landtagswahl an.

Gayck: „Wir brauchen eine starke Stimme in Potsdam

Gleichwohl glaubt Neuruppins CDU-Stadtchef Michael Gayck (52), dass die Chancen der Christdemokraten diesmal deutlich besser sind: „Frau Liedtke hat eher wenig für die Region gemacht und bis zum Schluss für die Kreisgebietsreform geworben“ – während die CDU dagegen Sturm lief und mit dafür sorgte, dass SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die umstrittene Reform gestoppt hat.

„Wir brauchen eine starke Stimme in Potsdam“, betonte Gayck gestern. Ob der Neuruppiner aber wie 2014 für die CDU im Altkreis Neuruppin als Landtagskandidat antreten wird, das ist noch offen. Denn neben Gayck will sich auch Sven Deter (43) bewerben. Gayck begrüßt das. „Bei den anderen Parteien gibt es nur einen Kandidaten für die Landtagswahl, in der CDU kann der Beste gewählt werden.“

Ziel: Politikwechsel ohne Hilfe der AfD

Damit wiederholt sich bei den Christdemokraten im Altkreis Neuruppin der Zweikampf von 2014. Damals konnte sich Gayck recht deutlich mit 19:7 Stimmen gegen den Kreisbauernchef Deter durchsetzen. Für den Landtag reichte es dennoch nicht. Die SPD-Frau Liedtke kam auf knapp 7500 Stimmen, gefolgt von Gerd Klier (Linke) mit knapp 4500 Stimmen und Gayck (gut 4200).

Die Christdemokraten wollen am 23. Februar in Rheinsberg entscheiden, wer für sie in den Landtagswahlkampf ziehen wird. Geht es nach Michael Gayck, wird es bis dahin keine Entscheidung geben. „Wir wollen mit zwei guten Kandidaten nach Rheinsberg fahren und stellen uns der Wahl ohne Animositäten.“ Ziel sei, der SPD das Landtagsmandat abzujagen und ohne Stimmen der Alternative für Deutschland (AfD) für einen Politikwechsel in Potsdam zu sorgen.

Redmann schon nominiert

Einen ersten Schritt dafür hat die CDU schon getan: Im Wahlkreis 2, der die Städte Wittstock, Kyritz und Pritzwalk sowie die Gemeinden Heiligengrabe und Groß Pankow und die Ämter Putlitz-Berge und Meyenburg umfasst, wurde am Mittwochabend der Wittstocker Jan Redmann nominiert. Der 39 Jahre alte Rechtsanwalt ist parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion.

Von Andreas Vogel

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