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Neuruppin Uraufführung vertonter Fontane-Gedichte
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15:56 27.02.2019
Der Neuruppiner A-cappella-Chor bei einer Probe. Quelle: Dagmar Simons
Neuruppin

Alles steht im Jahr des 200. Geburtstages von Theodor Fontane unter dem Namen des berühmtesten Sohnes der Stadt Neuruppin. Er wird allerorten gefeiert, insbesondere natürlich in seiner Geburtsstadt. Wer kennt nicht sein Loblied auf die Ruppiner Schweiz, in dem er zu dem Schluss kommt, egal ob Molchowsee, Binenwalde oder Boltenmühle, „an jeder Stelle gleichen Reiz erschließt dir die Ruppiner Schweiz“.

Erstmals vertonte Fontanetexte

Diese Worte in Versform sind hinlänglich bekannt. Neu ist es allerdings, sie als Lied zu hören. Die Uraufführung ist am 12. Mai bei einem Konzert im Neuruppiner Tempelgarten, das der Neuruppiner A-cappella-Chor zum Fontanejahr dem Dichter widmet. Premiere wird dort der Liederzyklus „Am Waldessaume träumt die Föhre“ haben. Eigens für den Chor hat Horst Grunz fünf Gedichte von Fontane vertont.

Horst Grunz und Chorleiter Hans-Peter Schurz kennen sich seit vielen Jahren noch aus der Zeit, als sie beide Musiklehrer waren, der eine in Fehrbellin, der andere in Neuruppin. Und aus einer erfolgreichen musikalischen Zusammenarbeit bei der Vertonung von Texten Eva Strittmatters wie „Ich mach ein Lied aus Stille“, das ebenfalls zum Repertoire des Neuruppiner Chores gehört.

Erfahren in Chorliteratur

Nun Fontane. „Ich habe Horst Grunz angesprochen und er hat sich sofort bereit erklärt, für uns zu komponieren“, sagt Hans-Peter Schurz. Horst Grunz hat Erfahrung mit Chorliteratur. An die 50 Titel, so schätzt er selbst ein, hat er im Laufe der Jahre geschrieben. Die Auswahl der Texte blieb dem in Schwerin lebenden Horst Grunz vorbehalten. Aber „Wir haben zusammen daran gearbeitet, sie so gut wie möglich musikalisch zu interpretieren“, so Hans-Peter Schurz.

Neuland für Chorleiter und Chor

Auch für den erfahrenen Chorleiter sind die Fontane-Lieder Neuland. „Es ist das erste Mal, dass ich eine Fontane-Vertonung erlebe.“ Dabei ist aus Sicht von Hans-Peter Schurz so einiges zu beachten. „Wie bekomme ich die Lieder in den Griff? Wie reagieren die Zuhörer auf den gesungenen Fontane?“ Und ebenfalls ist die Frage nicht zu vernachlässigen, ob der Chor dahinter steht.

Das tut er, wenn auch die Erarbeitung der neuen Titel eine Herausforderung darstellt. Texte wie „Der Reiz der Ruppiner Schweiz“ sind geläufig, sie jedoch zu singen bringt so manchen Sänger derzeit noch an seine Grenzen.

„Die Fontane-Lieder sind das Zentrum des Konzerts“, sagt Hans-Peter Schurz. Daneben hat der künstlerische Leiter noch Titel zeitgenössischer Komponisten wie Möhring, Brahms und Mendelssohn Bartholdy herausgesucht.

Sprechchor ebenfalls eine Premiere

Mit der Aufführung der Fontane-Ballade John Maynard als Sprechchor wagt sich der Chor auf ein für ihn bisher ungewohntes Terrain. Einstudiert wird der Sprechgesang von Chorsängerin Alma Wichmann-Erlen. Die Mitautorin des Buches „Eugenie von Bredow und Rudolf Steiner im Havelland“ wird aus dem Kapitel „Fontane findet Landin“ vorlesen.

Einen Monat vor dem Konzert im Tempelgarten findet die traditionelle Chorgala des A-cappella-Chores am 6. April in der Neuruppiner Pfarrkirche statt. Neben dem Gastgeber werden der Märkische Jugendchor und der Schulchor „Camis“ aus dem finnischen Turku auftreten. Im Mittelpunkt dieses Konzertes stehen Vertonungen des Komponisten Gunther Erdmann, den Hans-Peter Schurz bei einem Internationalen Chorseminar 1969 in Berlin kennenlernte. Erdmann starb 1996, seine Kompositionen leben weiter. Sein Liedzyklus „Shalom“ gehört derzeit neben den Fontane-Vertonungen zum wöchentlichen Probenrepertoire des A-cappella-Chores.

Karten für die Chorgala am 6. April gibt es ab sofort in der MAZ-Geschäftsstelle, Karl-Marx-Straße 64 in Neuruppin, 03391/45 75 40 zum Preis von 17 und 14 Euro und an der Abendkasse.

Von Dagmar Simons

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