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Neuruppin Adventgemeinde hilft in Litauen
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15:58 27.11.2018
Weihnachtliche Grüße: Kinder der Neuruppiner Montessorischule brachten der Adventgemeinde ihre Päckchen für Litauen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

In einigen Tagen werden die Helfer der Neuruppiner Adventistengemeinde wieder die große Rutsche aufbauen. Mehrere aneinander gereihte Tische, über die die Weihnachtspäckchen in Richtung Lkw geschoben werden. Mehr als 500 Päckchen wird der Laster in diesem Jahr nach Litauen bringen. Ein fast zwei Meter hoher Stapel voller weihnachtlicher Überraschungen.

Noch kann Ingelore Apelt nicht sagen, wie viele Päckchen der Laster am kommenden Mittwoch abholen wird. „Das wissen wir erst, wenn wir auch die letzten Pakete gezählt haben“, sagt sie. Zufrieden ist die 73-Jährige jedoch schon jetzt mit dem Ergebnis der diesjährigen Sammelaktion. „Superzufrieden“ sogar.

Kinder helfen Kindern

Zum inzwischen 19. Mal hat sich die Neuruppiner Adventistengemeinde an der bundesweiten Aktion „Kinder helfen Kindern“ beteiligt. Gemeinsam mit etwa 14 Helfern hat Apelt in den vergangenen Wochen viele Päckchen gepackt – und auch angenommen. Kitagruppen, Schulklassen und Privatleute aus Neuruppin und Umgebung unterstützten die Aktion. Hilfe kam auch aus Walsleben, Karwe, Wuthenow, Fehrbellin, Manker oder Pritzwalk.

Seit 2007 organisiert Ingelore Apelt die Hilfsaktion für die Adventistengemeinde. Sie verteilt im Oktober die noch leeren Kartons an Schulen und Kitas. Später sammelt sie die Kisten voller Weihnachtsüberraschungen wieder ein und sortiert mit ihren Helfern den Inhalt. In jedem Paket sollen Kuscheltiere, Mal-Utensilien, Süßigkeiten und kleine Geschenke sein. Fehlt etwas – so füllt das Helferteam die Päckchen auf.

Für arme Familien in Osteuropa

Doch nicht nur Kindergeschenke sollen von Neuruppin aus in Richtung Osteuropa rollen. Die Helfer der Adventistengemeinde sammeln auch Bettwäsche, Decken, Schuhe, Kosmetik und Kleidung, die armen Familien in Osteuropa weiterhelfen sollen. Mehr als 100 Bananenkisten stapeln sich inzwischen im Keller der Adventistengemeinde.

Ingelore Apelt weiß, wie dringend solche Unterstützung gebraucht wird. Sie hat Filmbilder vom Verteilen der Spenden gesehen. Jedes Jahr produziert die adventistische Hilfsorganisation Adra, unter deren Regie die Spendenaktion läuft, auch einen Film von der Ankunft der Päckchen. „Das kommt wirklich an“, sagt Ingelore Apelt.

Treue Helfer

Um die Neuruppinerin hat sich inzwischen ein fester Stamm aus Helfern gebildet. An den Sonntagen vor der Abfahrt des Lkws treffen sie sich im Gemeindehaus, um Kisten zu packen und Spenden zu sortieren. „Wer kann für zehn Leute ein Mittagessen kochen?“, fragt Ingelore Apelt zuvor in die Runde. Ein Koch findet sich eigentlich immer. Ein Bäcker für den Kuchen am Nachmittag eigentlich auch.

Einige Gemeindeglieder unterstützen die Aktion zudem finanziell. Mit dem Geld sollen die Kosten für den Transport aufgebracht werden und zusätzliche Weihnachtsüberraschungen bezahlt werden. Bis vor einigen Jahren hat auch die Adventistengemeinde auch Trödelmärkte organisiert, um mit deren Erlös kleine Projekte in Osteuropa mitzufinanzieren. Als die Gemeinde jedoch plötzlich teure Auflagen zur Straßensperrung erfüllen musste, wollte sie sich die aufwändige Organisation der Märkte nicht mehr zumuten.

Für die Helfer ist die Paketaktion viel Arbeit – jedoch eine, die sie sich gerne zumuten. „Man weiß ja, dass da jemand ist, dem man eine Freude macht“, sagt Ingelore Apelt.

 

Von Frauke Herweg

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