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Neuruppiner fordern neue Kunstgalerie

Neuruppin Neuruppiner fordern neue Kunstgalerie

Die Fontanestadt brauche eine Kunstgalerie, in der unkuratiert junge Nachwuchskünstler ihre Werke ausstellen könnten, wenn sie woanders keine Chance dazu bekämen. Das fordert der Neuruppiner Kulturbeirat. Die Stadtverwaltung bremst jedoch die Euphorie der Galeristen. Der Ort, den sie sich auserkoren hatten, sei nicht realistisch.

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Hinter dem Predigerwitwenhaus steht eine unbenutzte Scheune – eine Galerie?

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Neuruppin brauche einen neuen öffentlichen Kunstraum. Das sagt Johannes Bunk, Mitglied des Kulturbeirates und selbst Galerist in Neurupin. Er stellt sich einen Ort vor, an dem bildende Künstler, die bei anderen Galerien keine Chance auf eine eigene Ausstellung bekämen, ihre Werke zeigen könnten. Ihm schwebt eine „unkuratierte kommunale Ausstellung“ vor.

Ein geeigneter Ort

Bei der Sitzung des Neuruppiner Kulturbeirates am Mittwoch Abend brachte Bunk das Thema zur Sprache. Andere Mitglieder des Kulturbeirates unterstützten ihn bei seinem Vorschlag. Bunk schlug selbst gleich einen möglichen Ort für den neuen Ausstellungsraum vor: Im Hinterhof des Predigerwitwenhauses in der Fischbänkenstraße befinde sich eine alte Scheune, die derzeit als Unterstand für einige alte Bauteile diene. Dort könne man mit wenig Aufwand einen Kunstraum schaffen, so Bunk. „Der Raum ist da und kann genutzt werden. Es wäre auch ein toller Ort für das Fontanejahr“, sagt Bunk.

Volker Büttner, Vorsitzender des Kulturbeirates, befürwortet Bunks Idee: „Wir sollten einfach mal mehr Versuche zulassen. Ich stelle mir diese freie Galerie so vor, dass sich dort quasi der künstlerische Nachwuchs ausprobieren kann.“

Zu teuer und unrealistisch

Mario Zetzsche, Kulturmanager der Stadtverwaltung, bremst jedoch den Enthusiasmus. Eine Sanierung der Scheune sei viel zu teuer und unrealistisch. Auch ein barrierefreier Zugang zum Gebäude müsse erst geschaffen werden. Außerdem sei eine völlig unkuratierte Ausstellung, also eine Ausstellung ohne künstlerische oder wissenschaftliche Einordnung nicht im Sinne der Kulturförderung.

Der Kulturbeirat kam bei seiner Sitzung am Mittwochabend zu keiner kurzfristigen Lösung. Über eine mögliche neue Galerie in Neuruppin wird also erst noch weiter diskutiert.

Von Jonas Nayda

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