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Neuruppin Neuruppiner trägt Kalaschnikow in Einkaufstasche durch Innenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Neuruppiner trägt Kalaschnikow in Einkaufstasche durch Innenstadt
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18:05 17.03.2019
Das Sturmgewehr AK-47, auch Kalaschnikow genannt. Quelle: dpa
Neuruppin

Die Polizei hat in der Neuruppiner Innenstadt einen Mann aufgegriffen, der eine Kalaschnikow in der Einkaufstasche mit sich herumtrug. Es handelte sich um ein vollautomatisches Sturmgewehr AK-47, eine sogenannte Kalschnikow, sowie ein dazugehöriges Magazin, das aber leer war. Allein der Besitz dieser Waffe ist ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz – darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft.

Dabei war das Maschinengewehr nur ein Zufallsfund: Eine Streifenwagenbesatzung sah den Mann am Samstagabend gegen 17 Uhr auf der Karl-Marx-Straße in Höhe Braschplatz in Begleitung eines Freundes, offenbar wollte er gerade in ein Auto einsteigen.

Das Maschinengewehr war nur ein Zufallsfund

„Da der Mann uns aber wegen diverser anderer Straftaten bereits bekannt ist, wollten die Kollegen sich das genauer anschauen“, sagt ein Polizeisprecher der MAZ. Die Beamten vermuteten unter anderem, dass der Mann Drogen dabei hatte, er war wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes bereits vorbestraft.

Umso erstaunter waren die Beamten, als sie von oben einen Blick in die stabile Einkaufstasche warfen, die der Mann durch die Neuruppiner Innenstadt trug: Dort sahen sie ein Maschinengewehr, echt aussah.

Der Beschuldigte reagierte „tiefenentspannt“

Nach Sichtung der Waffe stellten die Polizisten schnell fest: Die ist wirklich echt. Gewicht und diverse Merkmale ließen darauf schließen.

Die Beamten erklärten dem 28-Jährigen, dass er wegen des Verdachtes, eine Kriegswaffe herumzutragen, nun verhaftet sei. Der Beschuldigte habe darauf „völlig tiefenentspannt“ reagiert, schildert ein Polizist diesen recht ungewöhnlichen Einsatz. Der Waffenbesitzer habe lediglich sein Handy gezückt und seinen Anwalt angerufen, dann sei er widerspruchslos mitgegangen.

Gegen den Mann lag Haftbefehl vor

Der Neuruppiner wäre wohl auch ohne die Waffe verhaftet worden. Denn gegen den 28-Jährigen lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Neuruppin vor. Er hatte eine Geldbuße von 275 Euro nicht bezahlt und sollte deshalb für sieben Tage in sogenannte Erzwingungshaft gesteckt werden.

Er wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Dort erklärten ihm Polizeibeamte, dass sie nun auch noch seine Wohnung gern durchsuchen würden. „Machen Sie doch“, stimmte der Festgenommene zu – offenbar war er der Ansicht, dass er nichts zu verbergen hat. Und so fanden die Polizisten in der Wohnung des Mannes auch noch 20 Einheiten der Party-Droge Ecstasy.

Herkunft der Waffe bleibt ungeklärt

So kooperativ der Mann sich doch festnehmen und seine Wohnung durchsuchen ließ, so schweigsam blieb er doch, als die Beamten mehr über die Herkunft von Waffen und Drogen wissen wollten. Somit ist auch noch völlig unklar, woher er die Kalaschnikow hatte.

Der Mann wurde dennoch aus dem Gewahrsam entlassen, nachdem er die 275 Euro Geldstrafe bezahlt hatte.

Von Kathrin Gottwald

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