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Neuruppin Oberlandesgericht bestätigt Haft
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20:27 31.01.2013
NEURUPPIN

. „Wir sehen derzeit noch keine günstige Sozialprognose“, sagte gestern Martina Schwonke, die Sprecherin des Oberlandesgerichts.

Marlen Block, die Anwältin von Olaf Kamrath, zeigte sich „ziemlich enttäuscht“ über die Entscheidung. „Ich kann die rechtlichen Überlegungen des Gerichts nicht nachvollziehen.“ Denn der jetzt 43-jährige Kamrath, der wegen Drogenhandels und illegalem Glücksspiels zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, hatte bereits im August 2012 zwei Drittel der Haft abgesessen. Und das letzte Drittel der Strafe kann Häftlingen bei guter Führung und der Aussicht, in Freiheit nicht wieder straffällig zu werden, erlassen werden.

Bei Olaf Kamrath hat aber die Staatsanwaltschaft Neuruppin Bedenken. Denn gegen Kamrath wurde erneut ermittelt, weil er sich im Gefängnis mit einem Häftling verabredet haben soll, einen Mitgefangenen zu erpressen. Kamrath bestreitet das – und auch das Amtsgericht Eisenhüttenstadt fand die Anklage wenig überzeugend: Es sprach den Neuruppiner deshalb vor zwei Wochen von allen Vorwürfen frei. Allerdings wurde der Freispruch nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft in Berufung ging (die MAZ berichtete).

Anwältin Block will nun alles versuchen, damit ihr Mandant wenigstens in den offenen Vollzug kommt. Dann könnte Olaf Kamrath tagsüber wieder arbeiten gehen und Fußball im Verein spielen. Diese Lockerungen waren ihm im Sommer 2011 wegen der Ermittlungen zu der vermeintlichen Erpressung gestrichen worden. Verteidigerin Block ist optimistisch, dass die Justizvollzugsanstalt (JVA) den Lockerungen zustimmen wird. „Es besteht ja weder Flucht- noch Missbrauchsgefahr.“

Allerdings wird über die Lockerungen erst entschieden, wenn die Urteilsbegründung des Amtsgerichtes Eisenhüttenstadt vorliegt. Das kann noch gut drei Wochen dauern. Im günstigsten Fall käme Olaf Kamrath damit im März in den offenen Vollzug.

Ob der Neuruppiner seine Haftstrafe tatsächlich ganz absitzen muss und bis 2016 im Gefängnis bleibt, ist offen. Denn die Verteidigung kann erneut eine vorzeitige Entlassung beantragen. „Das letzte Wort zum Ende der Strafhaft ist noch nicht gesprochen“, bestätigte Martina Schwonke vom Oberlandesgericht. (Von Andreas Vogel)

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