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Neuruppin Pink-Floyd-Tributeband Echoes berauscht die Fans in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Pink-Floyd-Tributeband Echoes berauscht die Fans in Neuruppin
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13:17 17.03.2019
Bombastisch: Die Pink-Floyd Tributeband Echoes gibt ein Konzert in der Neuruppiner Kulturkirche Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Ein sphärisches Summen, das unmerklich anschwillt. Der Ton schwebt in der Luft, ist überall. Licht wabert, die Band betritt die Bühne. Erster Applaus brandet auf. Immer lauter dröhnen die Bässe, lassen die Boxen beben und auch die Herzen der 500 Fans, die am Samstagabend in der Neuruppiner Kulturkirche magische Momente erleben wollen. Und werden.

Zuckende Scheinwerferkegel, sphärische Klänge, gleißender Bombast: Die Songs von Pink Floyd sind legendär. Die Tributeband Echoes hat sich dem Sound of surround verschrieben und zelebrierte ihn in der Neuruppiner Kulturkirche.

Und dann beginnt, was den Fans als bombastische Klangteppiche in Erinnerung geblieben sind. Magische Monumente, die in die Annalen der Musikgeschichte eingegangen sind und Pink Floyd unsterblich gemacht haben. Es ist Musik, die so klanggewaltig ist – trotz all der vielen ausgefeilten wunderbaren Details. Musik, so zeitlos – psychedelisch, rockig, laut, zart, emotional, meditativ. Musik zum Träumen, magische Klanggewölbe, in denen man sich verlieren möchte – bombastische Epen, in denen man sich fallen und treiben lassen kann wie in tiefem Wasser.

„Shine on your crazy diamond“: Mit einer der ganz großen Hymnen geht es los. Für Pink-Floyd-Fans gibt es kaum etwas Besseres als den gleißenden Bombast dieses Stücks vom Konzeptalbum „Wish you were here“. Bereits vor gut zwei Jahren eröffnete die Tributeband Echoes mit diesem Stück ihr Konzert in Neuruppin. Etliche der Fans im Saal erinnern sich daran. „Schön, dass ihr wiedergekommen seid“, ruft einer der Musiker.

Echoes: Nach einem Song ihrer Vorbilder benannt

„Have a cigar“, What do you want of me“ – die Echoes-Musiker schöpfen in ihrem Programm vorwiegend aus den legendären Alben ihrer Idole: „Dark side of the moon“, „Wish you were here“, „The Wall“. Aber auch anderen. „Pigs“ – ein grandioses Monumentalwerk von der Scheibe „Animals“. „Einige kennen das Album immer noch nicht – dabei ist es so toll“, sagt Bassist Martin Hofmann.

Echoes – wie so viele Tributebands ist auch diese nach einem Song ihrer Vorbilder benannt. Und Echoes –das verspricht auch ein Echo oder akustisches Spiegelbild der Idole. Eines, dass die Grundstimmung perfekt einfängt und abbildet – aber durchaus auch genügend individuelle Spielräume für die Band lässt.

Wurzeln von Echoes entspringen einer Schülerband

Die Wurzeln von Echoes entspringen einer Schülerband, die sich dem Metal und Hard- und Progrock verschrieben hatte und Songs von Genesis, Saga, Marillion und natürlich auch Pink Floyd spielte. Erst 1993 legte man sich auf letztere fest, 1995 kam der erste „große Gig“ – vor großer Kulisse beim 1. internationalen Eclipsed-Meeting in Offenbach. Inzwischen gilt die Band als bekannteste und erfolgreichste deutsche Pink Floyd-Tributeband – man tourt inzwischen nicht nur in Deutschland sondern europaweit.

„Ihr werden gemerkt haben, dass unser Gitarrist auf einmal Haare hat“, witzelt Martin Hofmann und erklärt, dass Stammgitarrist Oliver Hartmann gerade „fremdgehe“: in anderen Projekten. „Deswegen haben wir uns das Vergnügen gegönnt, Dennis Hormes einzuladen. Auch er zaubert aus den Saiten Magisches – egal, ob an der elektrischen oder wie beim „Wish you were here“ an der akustischen Gitarre.

Freude und Respekt vor dem Original

Zur Seite stehen ihm dabei auch Keyboarder Paul Ahrens, der zum süffigen Sound ebenso beiträgt wie Steffen Maier am Schlagzeug und Mister Supersax Michael Unger. Singen können alle und tun es auch. Für das schwindelig machende „The great gig in the sky“ röhrt sich Carolin Riehemann die Seele aus dem Leib – ihr Gesang zieht sirenengleich alles in Bann, was Ohren hat. „Unglaublich“, flüstert einer im Publikum.

Sie alle lassen das wieder aufleben, was ihre Vorbilder berühmt gemacht hat: mit Freude und Respekt vor dem Original, mit ungebremster Spiellust und Detailverliebtheit. Denn die großen Briten kreierten damals einen völlig neuen, ureigenen Stil. Sie experimentierten mit Loop-Maschinen, Synthesizern, Echo-Effekten und Quadrofonie und hatten damit Erfolg – bis zu 300 Millionen verkaufte Tonträger werden ihnen nachgesagt.

„Live From The Dark Side“ ist das brandneue Album der Band – mit Progrock-Ikonen als Gast und einem Streichquartett

Glöckchen klingeln oder Wecker, Sphärenklänge brausen und rauschen, Wassertropfen zerspringen zu Kaskaden. Mal sind die Stücke von der Basedrum dominiert und hämmern rockig-rhythmisch dahin, mal baden zarte Pianoballaden in Melancholie. Mal schwirren tausend Flugzeugrotoren, mal schwingen sich seufzende Gitarrenklänge über den Teppich aus Tönen. Der Kontrast ist überall und dennoch fügt sich alles zu einem atmosphärisch-dichten Erlebnis zusammen.

Videos flimmern im Bullauge, das im Hintergrund der Bühne hängt. Pulsierende Quallen schweben träge, Wellen schwappen sanft unter treibenden Wolken, Zeichentrickfiguren laufen durch Landschaften, multiple Zellhaufen und Moleküle streben nach Vereinigung.

Barefoot To The Moon heißt das Akustikalbum von Echoes

„We don’t need no education“ singt der Saal unisono mit, das Schlagzeug gibt den Herzschlag vor, immer wieder wechselt das Licht im Takt. „Hey you“, eine klare schöne Ballade, wird genauso bejubelt wie das Pianosolo „Nobodys home“, Bravorufe branden auf. Der Saal steht auf, ist elektrisiert. Zwei Zugaben gibt es am Ende: „Money“ und „Run like hell“. Dann landet das Raumschiff.

Von Regine Buddeke

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