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Neuruppin Kind ausgesetzt? Polizei ermittelt gegen Busfahrer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Kind ausgesetzt? Polizei ermittelt gegen Busfahrer
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00:22 31.01.2019
Am Halt vor der Flüchtlingsunterkunft in Treskow soll der Neunjährige vom Fahrer aufgefordert worden sein, den Bus zu verlassen. Quelle: Christian Schmettow
Neuruppin

Die Neuruppiner Polizei prüft die Vorwürfe eines Vaters gegen einen Busfahrer, der den neunjährigen Sohn des Mannes vor einer Woche an der Treskower Flüchtlingsunterkunft in Neuruppin vor die Tür gesetzt haben soll – in der Dunkelheit und bei Minusgraden. „Die Anzeige ist in Arbeit“, sagte am Montag Polizeisprecherin Ariane Feierbach. Indes beteuerte Franco Poock, der Vater des Neunjährigen, dass es ihm nicht um eine Bestrafung oder gar Kündigung des Busfahrers gehe. Doch solle sich der Umgang zwischen Fahrern und Kindern verbessern.

Vater ist selbst Busfahrer

Poock weiß, wovon er spricht. Der Fehrbelliner ist selbst Busfahrer und hat zwei Jahre bei der Busgesellschaft ORP gearbeitet. Hingegen betonte Henri Kmoschek, der Neuruppiner Niederlassungsleiter der Busgesellschaft ORP, dass die Fahrer alle Vierteljahre geschult werden. Kmoschek will sich zu dem Fall nicht mehr äußern – schon weil jetzt die Polizei ermittelt. Jedoch ist der Neuruppiner Buschef davon überzeugt, dass dem Fahrer keine Vorwürfe zu machen sind. Das habe das Sichten der Videoaufnahmen vom fraglichen Tag ergeben. Demnach ist darauf zwar zu sehen, dass der Fahrer den Knopf für das Öffnen der Türen gedrückt und wohl auch etwas gesagt hat – doch dabei habe der Fahrer nicht in den Fahrgastraum geschaut und auch niemanden direkt angeschaut.

Zeugin noch nicht befragt

Bei Franco Poock hat sich indes inzwischen eine Zeugin des Vorfalls gemeldet. Diese könne die Aussagen seines Sohnes bestätigen, so Poock. Die Frau wurde bisher aber noch nicht von der Polizei befragt.

Von Andreas Vogel

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