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Neuruppin Der neue Skaterpark macht Probleme
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Der neue Skaterpark macht Probleme
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00:20 13.07.2018
Am Dienstag wurden die neuen Betonelemente für den Skaterpark geliefert. Wenn sie stehen, wird noch der Boden mit Beton ausgegossen. Quelle: Foto: Reyk Grunow
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Neuruppin

Die Lkw-Fahrer mussten ein paar Mal zirkeln, bis sie die Tiefladen mit den Betonteilen endlich durch die enge Zufahrt gelotst hatten. Auf der Fehrbelliner Straße mussten Autofahrer am Dienstagvormittag derweil weite Bogen fahren, damit sie mit dem Transport nicht kollidieren. Doch am Mittag war alles auf der Baustelle.

Die merkwürdig geformten Betonteile werden in Neuruppin dringend erwartet. Eigentlich sollten die neuen Elemente für den Skaterpark an der Ecke Heinrich-Rau- und Fehrbelliner Straße schon vor Wochen eintreffen. Doch dann gab es Verzögerungen.

Alte Elemente kaum noch zu reparieren

Die Stadt Neuruppin lässt den Skaterpark derzeit runderneuern. Schon lange waren die Anlagen aus den 90er Jahren nicht mehr im besten Zustand. Nur mit Mühe war es der Stadtverwaltung zuletzt gelungen, Firmen zu finden, die Schäden an den Elementen und Rampen beseitigen könnten.

In einigen Fällen war das gar nicht mehr möglich. In den 90er Jahren war Neuruppin mit seinem Skaterpark etwas besonderes, seitdem hat sich auf dem Markt viel getan. So wie damals würde man solche Elemente heute kaum noch bauen, hieß es zuletzt aus dem Rathaus; heutzutage würden ganz andere Materialien eingesetzt, die stabiler und pflegeleichter sind.

Nach langem Ringen entschieden sich die Stadtverordneten schließlich 2017 dafür, den Skaterpark in weiten Teilen neu zu bauen.

Die Planer kommen aus Süddeutschland

Im Februar waren die verschlissenen Teile abgebaut worden. Eine Spezialfirma aus Nürnberg mit jeder Menge Erfahrung im Bau solcher Skater- und BMX-Parks hat den Zuschlag bekommen, eine neue und pflegeleichte Anlage zu entwerfen, die auch noch den veränderten Wünschen der jugendlichen Nutzer entspricht. Rund 165.000 Euro hat die Stadt für einen neuen Park eingeplant.

„Wir hängen inzwischen im Zeitplan hinterher“, räumt Uta Richter ein, die im Neuruppiner Rathaus für alle Tiefbauarbeiten verantwortlich ist. „Wir hatten ursprünglich für die erste Juniwoche die Eröffnung geplant.“

Wegen Lieferproblemen im Betonwerk, musste der Bau jedoch verschoben werden. „Dafür kann die ausführende Firma nicht wirklich etwas“, sagt Uta Richter. Ohne Beton konnte die eigens für Neuruppin geplanten Elemente nicht gegossen werden.

Probleme beim Liefern des Betons

„Die Firma kann im Betonwerk auch nur anfragen und bekommt ihre Liefertermine oder sie bekommt sie nicht“, sagt die Tiefbaufachfrau. In Zeiten, in denen überall gebaut und viel Beton verarbeitet wird, stehen gerade kleinere Aufträge oft hinten an.

Nun kommt offenbar ein weiteres Problem dazu. Die neuen Elemente wurden gestern zwar angeliefert – sie können laut Stadtverwaltung aber nicht aufgebaut werden. Die Baufirma habe sich offenbar nicht rechtzeitig mit der Edis abgestimmt, deren Hochspannungsleitung direkt über den Skaterpark verläuft.

Hochspannungsleitung ist im Weg

Wegen der Leitung könnte es Probleme mit dem Ausleger des Kranes geben, der die Betonteile an ihre endgültigen Ort hieven soll.

Uta Richter ist aber zuversichtlich, dass sich dafür schnell eine Lösung finden lässt. Aus der Hoffnung, den neuen Skaterpark noch in den Ferien nutzen zu können, wird aber nichts mehr.

Sobald alle Teile stehen, muss noch der gesamte Boden der Anlage betoniert werden. Der Beton braucht eigentlich 28 Tage, um auszuhärten. Allenfalls bei besten Wetter könnte er ein wenig früher betreten werden, so Uta Richter. Doch vor Ende August ist an eine Eröffnung der neuen Anlage kaum zu denken.

Von Reyk Grunow

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