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Neuruppin Kaffeehausmusik vor dem Kornspeicher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Kaffeehausmusik vor dem Kornspeicher
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10:54 16.07.2018
Das Publikum saß lauschig im Schatten. Quelle: Cornelia Felsch
Alt Ruppin

Es ist Sommer – also kein Wunder, dass beim Möbelrestaurator Manfred Neumann jetzt die Tische auf die Wiese vor dem Kornspeicher getragen werden. Ein Freiluft-Café mit Live-Musik am Piano – wo gibt es so etwas noch. Ein wenig erinnert die Szenerie an alte Postkarten oder Bilder. Nur die vielen Autos, rund um die Molchower Schleuse stören das harmonische Ensemble und rücken das Geschehen wieder in die Gegenwart.

Gäste sitzen bei Kaffee und Kuchen auf der Wiese

Tassen klappern, es gibt Kuchen und Kaffee. Zum Kulturcafé hat Ralf Benschu seine Klarinette mitgebracht, Matthias Opitz sitzt am Piano. Die Gäste haben es sich bequem gemacht auf der Wiese oder den alten Gartenstühlen aus den Antik-Beständen des Möbelrestaurators. An einigen hängt ein kleines Preisschild. Manfred Neumann schwitzt derweil. Er muss weitere Tische und Stühle aus dem Speicher hohlen. Mit so viel Gästen hat er nicht gerechnet. Rund 80 Gäste haben sich mittlerweile unter den schattigen Bäumen eingefunden.

Ralf Benschu und Matthias Opitz Quelle: Cornelia Felsch

„So ein Kulturcafé war schon immer ein Traum von mir“, sagt Manfred Neumann. „Und da wir jetzt sowieso an den Wochenenden Kaffee und Kuchen anbieten, habe ich gedacht, wir versuchen es einfach mal. Es haben sich bei mir schon viele Musiker gemeldet, die Lust darauf haben.“

Ralf Benschu und Matthias Opitz sind bereits alte Hasen – sowohl in der Musikszene als auch im Kornspeicher sind sie zu Hause. Vor 30 Jahren lernten sie Manfred Neumann bei ihrem ersten Konzert in Molchow kennen. In den 1980er Jahren erspielte sich hier die Band „Keimzeit“ eine treue Fangemeinde. 1989 wurde Matthias Opitz (Piano, Keyboard, Orgel) festes Mitglied der Band. Ralf Benschu (Saxofon, Flöte, Klarinette) war bereits seit 1986 als Gastmusiker mit dabei; 1990 wurde er festes Bandmitglied.

Bei einem Silvesterkonzert wiedergefunden

Für beide Musiker war es die erste professionelle Band, in der sie spielten. Danach haben sie sich erst einmal aus den Augen verloren. „Bei einem Silvesterkonzert haben wir uns wieder gefunden und haben angefangen wieder gemeinsam zu üben. Swing und Blues – wir sind noch auf der Suche, aber Spaß macht es auf jeden Fall.“

Spaß hatten an diesem Nachmittag auch die Besucher. „Die Szenerie erinnert ein wenig an Schweden“, sagt der Neuruppiner Alfred Augustin, der viele Ferientage mit seiner Familie in dem skandinavischen Land verbringt. „Allerdings sitzen die Leute dort nicht so dicht beieinander, aber Musik gibt es auch. Meist bringt jemand seine Fiedel mit.“

Benschu holte seine Klarinette hervor

Für den Nachmittag in Molchow holte der Saxofonist Ralf Benschu seine Klarinette aus der Versenkung. „Die spiele ich sonst seltener. Ich habe sie von meinem alten Saxofonlehrer bekommen, als ich mit 16 Jahren auf dem Instrument angefangen habe.“

Das klappernde Geschirr und die vielen schwatzenden Gäste stören die beiden Musiker nicht. Sie freuen sich, dass alle gut gelaunt sind und schließlich haben sie ja gewusst, worauf sie sich einlassen. Es ist eben Kaffeehausmusik.

Von Cornelia Felsch

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