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Neuruppin Böhms Tierleben – eine Rechtsanwältin malt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Böhms Tierleben – eine Rechtsanwältin malt
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00:28 03.05.2018
Juliane Böhm, Neuruppiner Rechtsanwältin, malt Tiere und beteiligt sich am Tag des offenen Ateliers Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Etwas aufgeregt ist Juliane Böhm (45) schon. Die Neuruppiner Rechtsanwältin für Erb- und Verkehrsrecht zeichnet seit vier Jahren, doch nun steht ihre erste eigene Ausstellung an.

Bei den Tagen des offenen Ateliers im Kreis Ostprignitz-Ruppin wird sie am Sonntag, 6. Mai, von 11 bis 18 Uhr in ihrer Kanzlei am Fontaneplatz mehr als 20 ihrer Arbeiten zeigen. „Man gibt mit den Bildern ja auch immer etwas Persönliches preis“, sagt Böhm.

Ihr Mann Andreas, der Gitarrenlehrer ist, hatte sie vor rund vier Jahren für einen „Aquarellkurs“ an der Jugendkunstschule in Neuruppin angemeldet. Juliane Böhm war zunächst skeptisch.

Sie hatte zwar schon zu Hause mit dem Zeichnen begonnen, aber mit Acryl, nicht mit Aquarell. „Da kann man nicht drüber pinseln.“ Doch im Kurs ging es gar nicht nur um Aquarelle, vielmehr wurden alle Maltechniken behandelt. „Das war schön“, sagt Böhm.

Die Augen gewähren Einblick in die Seele

Das Arbeiten an ihren Werken ist der Hobby-Malerin wichtig, zumal es sich meist um Tiere handelt. „Ich mag Tiere. Aber ich muss die Seele der Tiere erkennen, um sie zeichnen zu können“, sagt die Neuruppinerin. Sie zeigt auf das Bild eines Pumas.

Die Raubkatze hat sie im Zoo von Bremerhaven entdeckt und war „fasziniert. „Der Puma wirkte einsam und traurig.“ Ganz anders der Gorilla im Rostocker Zoo. Die Augen des imposanten Tieres schauen zwar recht freundlich, doch insgesamt „guckt er nicht so nett“. Juliane Böhm kann das nicht ändern und will es auch gar nicht. „Das ist halt so.“

Überhaupt findet Juliane Böhm über die Augen der Tiere den Zugang zu ihren Bildern. „Die Augen sind die Seele.“ Vielleicht zeichnet Böhm auch deshalb immer die Augen zuerst, schon um dann mit „ihren Tieren“ ins Gespräch zu kommen. „Ich rede mit ihnen.“

Dabei kann es durchaus vorkommen, dass die Bilder nicht so werden, wie sie sich das eigentlich vorgestellt hat. „Der Gorilla hat sich durchgesetzt, auch die Füchsin“, sagt Böhm und zeigt auf ein anderes Bild. Zwar hat sie zwei Fuchs-Bilder gezeichnet, doch bei dem einen handelt es sich um einen Rüden, bei dem anderen um eine Fähe – sie ähneln einander gar nicht.

Ruhe zum Malen braucht Juliane Böhm nicht

Juliane Böhm braucht nicht die Ruhe zum Malen, sie zeichnet in der Wohnstube. Die Tochter (15) und ihr Mann sollen gleich sagen können, was ihnen gefällt, was ihnen fehlt, was aus ihrer Sicht anders gezeichnet werden sollte. „Ich muss wissen, woran ich bin“, sagt Böhm.

Das heißt aber nicht, dass sie jedem Wunsch nachkommt. Schließlich ist es ihr Blick auf Falter, Kohlmeise, Stier, Tiger oder Ziesel.

Juliane Böhm malt auch nicht nach Plan. „Es muss mich packen. Die Tiere sagen mir schon, wann sie dran sind.“ Die meisten der Tiermotive findet sie in den Zoos von Rostock und Leipzig, die sie regelmäßig besucht. „Noch nicht rangetraut“ hat sich die Hobby-Malerin an das Bild eines Elefanten, obgleich es sie reizen würde. „Ich denke, ich muss ihn groß malen.

Der Elefant muss noch warten

Das geht nicht auf einer Größe von 80 mal 80. Das würde dem Tier nicht gerecht.“ Juliane Böhm wird einen Elefanten wohl „irgendwann einmal“ zeichnen, wenn sie weiß, wie sie auch der Seele des Tieres erkennen und zeichnen kann.

Am Sonnabend ist ihre Ausstellung übrigens nicht geöffnet, weil sie dann beim Neuruppiner Mai- und Hafenfest fest eingeplant ist – beim Drachenbootrennen der „Ladykracher“, einem Team von Frauen, die alle in und in der Nähe von Neuruppin arbeiten.

Auch in der Prignitz gibt es bei den Tagen des offenen Ateliers jede Menge Neues zu entdecken. Diverse Prignitzer Künstler laden ein öffnen am 5. und 6. Mai ebenfalls ihre Werkstätten.

Von Andreas Vogel

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