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Neuruppin Rüthnick ehrt Pechvogel: BMW versenkt – mit Orden beschenkt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Rüthnick ehrt Pechvogel: BMW versenkt – mit Orden beschenkt
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15:57 10.02.2013
RÜTHNICK

. Und dabei in bester Gesellschaft. Auf einem Barhocker klappert Frau Antje mit ihren Holzpantoffeln, um den Hals eine Kette aus Mini-Goudas. Daneben zischen Batman und sein Erzfeind, der Joker, in trauter Zweisamkeit ein Pils. Mit lautem Geschepper schleppt ein Häftling seine Fußfessel übers Parkett. Rüthnick hat sich schmuck gemacht. Zum 15. Mal hat der Heimatverein zum Karneval geladen, gut 100 Gäste sind gekommen und haben von der ersten Minute an Spaß.

Zu ekstatischen Trommelrhythmen kommt ein in Tierfelle gehüllter Urmensch keulenschwingend in den Saal gestampft. „Falls einer denkt, das wäre ein Urmensch, liegt er falsch. Das ist ein Jäger aus Rüthnick – aus längst vergangener Zeit“, erklärt der Vereinschef Hannes Rosenberg sein Kostüm und läutet den offiziellen Teil des Abends ein. „Ja, ja, ja“, jubeln die bunten Gestalten an den Tischen zu einem Schlagermedley lauthals und schunkeln gleich drauf los, bevor der harte Reini alias Reinhard Hartwig mit seiner Bütt beginnt, bei der er weder vor lokalen noch überregionalen Themen haltmacht. „Wird ein Projekt betreut von Luschen, da kann man dann am Bau ruhig pfuschen“, verteilt er einen Seitenhieb an Platzeck, Wowereit und den Fluch-Hafen. „Ist es möglich, aus Rentnern Strom zu gewinnen?“, sinniert er über die steigenden Energiepreise, bevor er zur Ordensverleihung schreitet. Für den Geehrten eher eine Pein, ist es für die anderen eine Gaudi, als der Redner die schauerliche Ballade über die vergessene Handbremse vorträgt und den „Boot-ins-Wasser-gelassen-und-BMW-versenkt-Orden“ verleiht. „Das Boot schwamm, der BMW nicht.“

Von weit her kamen die ägyptischen Sandrocker mit einem verrückten Schleiertanz. Ebenso sicher auf dem Tanzparkett zeigten sich traditionell Günter und Günter, diesmal mit einer Abschiedsvorstellung – Günter senior begibt sich, zumindest als Jeck, aufs Altenteil. In grellen Röcken und Perücken lassen sie die Puppen tanzen, die sich erst beim Lüpfen des Tutu-Vorhangs an ihren Strippen zeigen. „Zugabe“, brüllt das Publikum bei jeder Nummer, sowohl bei der Bütt, als auch beim Männerballett.

„Eine stilechte Sitzung machen wir hier nicht, wir sind ja kein Karnevalsverein“, sagt der Mann im Fell, Hannes Rosenberg. „Aber es ist eine schöne Sache für den Zusammenhalt des Vereins.“ Seit Oktober gab es wöchentliche Proben, die nun in eine einzige Vorstellung gipfelten. (Von Regine Buddeke)

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