Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin SPD-Vize Stegner wirbt in Neuruppin für Europa
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin SPD-Vize Stegner wirbt in Neuruppin für Europa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 17.04.2019
Maja Wallstein und Ralf Stegner warben in der Jugendkunstschule für die Europawahl am 26. Mai. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

 Sie hat nach dem Abitur für ein Jahr in Frankreich in der Altenpflege gearbeitet und später in Potsdam und Krakau studiert: „Mein Französisch ist besser als mein Polnisch“, sagt Maja Wallstein, die aus Cottbus stammt und Fußball-Schiedsrichterin in der Mark ist. Die 33-jährige Spitzenkandidatin der Brandenburger SPD für die Europawahlen am 26. Mai hat sich am Dienstagabend in der Neuruppiner Jugendkunstschule gut einem Dutzend Interessierter vorgestellt und erhielt dabei prominente Unterstützung vom stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Ralf Stegner (59). Der Politiker aus Schleswig-Holstein ist Vater dreier Söhne und hat in den 1980er Jahren in den USA studiert.

Wallstein: Ich glaube an Europa

„Ich glaube an das Projekt Europa“, betonte Wallstein. Wichtig für den europäischen Markt seien aber gemeinsame Regeln sowie eine gerechte Steuerpolitik. „Europa muss zusammenhalten, um Wohlstand und Frieden zu bewahren“, sagte Stegner. Dies sei gerade angesichts der Politik von Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Erdogan dringend notwendig. „Nationalismus ist die Ursache von Krieg“, so Stegner. Deshalb sollte Deutschland zeigen, wie gute Nachbarschaft funktioniert – sei es mit Polen, mit Frankreich oder Dänemark. „Lasst uns gemeinsam etwas für Europa tun, damit es besser wird“, forderte der SPD-Politiker. Deutschland dürfe dabei aber nicht den Fehler machen und anderen sagen, was zu tun sei.

Stegner: von der Vielfalt profitieren

Was ist in den vergangenen zehn Jahren schief gegangen, dass populistische Parteien in Deutschland, Polen, Ungarn und Italien so einen enormen Zulauf erhalten haben, fragte Kreistagschef Manfred Richter besorgt. Für Stegner lag die Antwort auf der Hand. Die Politik habe sich zu wenig um praktische Alltagsfragen gekümmert. Dabei wollten viele Menschen wissen, wie es künftig weiter mit der Rente und der Pflege geht. „Wir müssen uns um die Menschen kümmern“, betonte Stegner. Die Vielfalt in Europa sieht der SPD-Mann dabei nicht als Problem, sondern als eine Chance. „Wir können von der Vielfalt profitieren.“

Wallstein würde im Europa-Parlament gern im Ausschuss für Bildung und Forschung arbeiten. „Dort geht es um die großen Fragen der Zukunft“, wie das Besiegen von Volkskrankheiten, um die geringer werdenden Rohstoffe oder Fragen der Mobilität. „Das zieht junge Leute an“, so Wallstein. Damit die frühere Vorsitzende der Brandenburger Jungsozialisten (Jusos) ins Europa-Parlament gewählt wird, braucht die SPD am 26. Mai ein gutes Wahlergebnis. Denn Wallstein steht auf Listenplatz 22.

Von Andreas Vogel

Mehr Blüten für Bienen: Ab dem 29. April können sich Sparkassenkunden unter dem Motto „Rette mit uns die Bienen!“ kostenlose Blumensamen abholen. Vor der Geschäftsstelle am Fontaneplatz könnte es dann schon blühen.

20.04.2019

Die Ampeln an den Kreuzungen der B 167 sind nach wie vor abgeschaltet. Das Land erklärt die Gründe dafür. Die Polizei sieht keinen Unfallschwerpunkt, obwohl es dort mehrfach gekracht hat.

20.04.2019

70 Enthusiasten im Historischen Verein der Grafschaft Ruppin wollen Heimatgeschichte lebendig halten. Sie erforschen und vermitteln Wissen über das Ruppiner Land, das nicht in der Schule gelehrt wird und das man nicht googeln kann.

17.04.2019