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Neuruppin Salsa im Tempelgarten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Salsa im Tempelgarten
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10:35 29.07.2018
Karibische Nacht im Tempelgarten Neuruppin: Rund 60 Tanzlustige ließen sich von Franklyn Aheda Pestana den Salsa cubana zeigen Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

„Eins, zwei, drei ... fünf, sechs, sieben“, ruft Tanzmeister Franklyn Aheda Pestana und kreist locker in der Hüfte dabei. Salsa-Zählzeiten sind keine Arithmetik – alles swingt locker, man ergibt sich den Klängen und dem mitreißenden Rhythmus. Eine karibische Nacht – so das Motto – und gut 60 Möchtegern-Tänzer sind am Samstag dem Ruf in den Tempelgarten gefolgt und probieren eifrig alles nach, was Pestana und seine Partnerin Melita auf der Bühne zeigen. Etwa das Ciki Caka – ein lockeres Schütteln in den Schultern. Salsa ist pure Lebensfreude.

Karibikfeeling pur – bis der Himmel seine Schleusen öffnete. Aber auch das hielt die Neuruppiner nicht vom Salsa-Tanzen unterm freien Himmel ab.

Eingeladen hatte – weil es im vergangenen Jahr schon so gut lief – das begeisterte Salsa-Tanzpaar Martina und Stefan Nagel in Kooperation mit dem Tempelgartenverein. Die Hitze des lauen Sommerabends und die gereichten karibischen Cocktails zauberten exakt das Flair, das zu solch einer kubanischen Nacht dazugehört. Bis halbe Stunde nach Beginn – die Tänzer sind warm und bestens gelaunt – der Himmel sich verdunkelte. Ein Blitz zuckt, ein Donnerschlag folgt, der sich gewaschen hat.

„Uh – ah“, nimmt der Tanzmeister das Gewittergrollen kurzerhand als Trommelrhythmus in die Choreografie auf. Gegen die alsbald herabprasselnden Wassermassen ist er hingegen machtlos. Nach langer Trockenheit ist der Regen natürlich ein Segen auch für den Tempelgarten, wo unlängst ob der Hitze ein Riesenast abstürzte und just das Zeltdach zerstörte, was an diesem Abend Schutz vor dem Regen geboten hätte.

Stattdessen flüchteten die Tänzer in den Amalthea-Tempel. Der war zwar als Tanzfläche zu klein für die vielen Salseros – dafür wurden Latino-Songs Karaoke gesungen. Für den musikbegeisterten Kronprinz Friedrich wäre es gewiss ein Fest gewesen, dass sein geliebtes Refugium einmal mehr zur Stätte musikalischer Lustbarkeit wurde.

Salsa-Fans: Martina und Stefan Nagel haben Franklyn Aheda Pestana eingeladen

„Jetzt kennen wir ja den Salsaschritt und können wieder gehen“, scherzt Besucherin Beate Schädler. Ernst meint sie es nicht – die meisten warten ab, ob der Himmel wieder aufklart. „Ich habe das in Kuba schon mal probiert. Wir haben Rum mitgebracht und mit unseren Gastgebern getanzt. Es wurde immer fröhlicher – auch wenn wir nur den Grundschritt kannten.“

Die beiden Nagels beraten: „Halb neun entscheiden wir, obs weitergeht oder ob wir abbrechen.“ Sie kennen Franklyn Aheda Pestana noch aus ihrer zeit in Greifswald. Beide wollen gern in Neuruppin eine Salsa-Tanzszene etablieren. Mit den Tempelgarten-Nächten erhoffen sie sich weitere Tanz-Wütige. Ein paar haben sie schon um sich geschart. „Im Oktober wollen wir einen neuen Anfängerkurs starten, um die Basis zu verbreitern“, erzählt Stefan Nagel.

„Wir wollen tanzen“, rufen ein paar Versprengte, die in der Grotte unterm Tempel Schutz vor dem Unwetter gesucht hatten. Es nieselt – aber die Tänzer zieht es wieder in den Rhythmus. Tanzmeister Pestana wagt eine Merengue, dann heißt es Paartanz. Der Regen ebbt nicht ab – aber das stört niemanden.

Von Regine Buddeke

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