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Neuruppin Projekt: Schüler entwickeln Traumzimmer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Projekt: Schüler entwickeln Traumzimmer
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00:35 21.05.2018
Wie wollen wir leben? Auf jeden Fall mit einem gemeinsamen Garten. Fünftklässlerinnen stellen ihr Modell vor. Quelle: Frauke Herweg
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Neuruppin

Melissa, Lara, Leonie und Maxi haben einen Traum vom Wohnen. In ihrem gemeinsamen Garten wollen sie abends zusammen am Feuer sitzen, jedes Mädchen in einem großen, gemütlichen Sessel. Auch ihre Mitschüler haben sehr konkrete Wünsche – sie wollen an Seilbahnen schwingen, in Baumhäusern leben oder in Sitzsäcken fläzen.

30 Fünftklässler der Wildberger Grundschule am Burgwall und der Alt Ruppiner Schule am Weinberg haben in dieser Woche gemeinsam mit angehenden Erziehern des Oberstufenzentrums und den Architekten Rainer Ernst und Simon Kühl Traumräume entwickelt und Modelle gebaut. „Ziel der Übung war es, über Räume zu sprechen“, sagt Kühl. Anfangs hätten die Kinder darüber nachgedacht, an welchen Orten sie sich wohlfühlen. Später versuchten sie, eigene Zimmer und Gemeinschaftsräume in Beziehung zu setzen.

Modell mit Baumhaus und Tipi. Quelle: Frauke Herweg

Durchaus anspruchsvoll: der Bau der Modelle. „Das war eine Erfahrung, die die meisten noch nicht gemacht hatten“, sagt Kühl. Aus Pappkarton, Klebefolien, Zahnstochern, Strohhalmen und anderen Materialien schufen die Jugendlichen ihre Wohnträume. Dafür mussten sie sich mit Maßstäben ausein­andersetzen. Eine kleine Playmobilfigur half dabei – sie musste ins Bett passen, durch Türen gehen und aus dem Fenster gucken können.

„Wir sind gemeinsam zu ganz erstaunlichen Ergebnissen gekommen“, sagt Hans-Peter Boeckmann, angehender Erzieher im zweiten Ausbildungsjahr. Aufgabe sei es gewesen, „das Raumdenken zu erweitern“. Der 22-jährige Wittstocker ist überrascht, wie erstaunlich konkret und detailgetreu die Jugendlichen gearbeitet haben. „Sie sollten ja nicht nur Puppenhäuser bauen.“ Gefragt waren vielmehr Häuser, die auch im echten Leben funktionieren.

Andere Lebenswirklichkeiten

Auch die angehende Erzieherin Jasmin Derke war von den Ergebnissen der Jugendlichen beeindruckt. „Es ging natürlich auch darum, andere Lebenswirklichkeiten kennenzulernen“, sagt die 20-jährige Wittstockerin. Schließlich hätten sich die Jugendlichen bei Entwicklung der Gemeinschaftsflächen genau abstimmen müssen. Zudem hätten sie ihr Raumerleben erforschen müssen. „Wo fängt ein Raum an, wo endet er?“ fragt Derke. „Wo muss man Grenzen ziehen?“

Der Berliner Architekt Rainer Ernst würde sich wünschen, dass das Projekt fortgesetzt wird. „Räume verstehen und zu kommunizieren ist eine Kulturtechnik“, sagt er. Zudem berühre das Nachdenken über Wohnen auch politische Aspekte. „Es geht auch um Demokratie.“

Von Frauke Herweg

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