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Neuruppin Pilotprojekt: Schwimmen für Kitakinder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Pilotprojekt: Schwimmen für Kitakinder
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00:22 13.10.2018
Drittklässler lernen im Sportunterrichts schwimmen. Der Neuruppiner SPD-Fraktion reicht dieses Angebot nicht aus. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die Neuruppiner SPD-Fraktion will ein Pilotprojekt starten, das Vorschulkinder schon frühzeitig ans Wasser gewöhnt. Wer früh seine Angst verliere, lerne später leichter schwimmen, sagte SPD-Fraktionschef Nico Ruhle. Ab dem Schuljahr 2019/20 sollen zunächst einzelne Neuruppiner Kitas die Schwimmhalle besuchen. Später, so Ruhles Wunsch, nehmen alle kommunalen Kitas an dem Angebot teil.

Der Leiter der DRK-Wasserwacht in Ostprignitz-Ruppin Michael Zander begrüßt die SPD-Initiative. „In diesem Jahr hatten wir deutschlandweit wieder mal einen traurigen Rekord an Toten im Wasser“, sagt er. Immer mehr Kinder könnten schlecht oder gar nicht schwimmen.

Seepferdchen-Kenntnisse reichen nicht aus

Zwar können Drittklässler im Rahmen des Sportunterrichts an der Schule schwimmen lernen. Erfahrungsgemäß reiche ein dort erworbenes Seepferdchen-Abzeichen jedoch nicht aus, um sich wirklich sicher über Wasser zu halten, sagt Ruhle: „Das bedeutet im Ernstfall nicht schwimmen zu können.“

Viele Eltern sind deshalb bemüht, ihre Kinder möglichst früh zu sicheren Schwimmern zu machen. Die Schwimmkurse, die die Wasserwacht an der Lindower Sportschule für Kinder ab viereinhalb Jahren anbietet, sind begehrt. „Die Eltern bombardieren mich mit Anrufen“, sagt Zander. Die für das kommende Jahr geplanten Kurse könnten schon jetzt mit Interessenten aus der Warteliste gefüllt werden.

Sportschule unterstützt das Projekt

Um künftige Wassergewöhnungskurse für Vorschulkinder anbieten zu können, braucht es auch Personal. Die Europäische Sportakademie Lindow will deshalb angehende Erzieher zunehmend als Rettungsschwimmer ausbilden – mit einer entsprechenden Ausbildung könnten sie Schwimmlehrer unterstützen. Einige angehende Erzieher könnten zudem Praxisstunden in den Schwimmkursen ableisten.

Das Interesse der angehenden Erzieher an einer Rettungsschwimmer-Ausbildung ist groß. „Wir haben derzeit 17 Anmeldungen“, sagt Schulleiterin Cornelia Christiansen. „Das ist enorm.“

Bei Praxiseinsätzen in der Kita hätten die Azubis die Erfahrung gemacht, dass ein Rettungsschwimmer notwendig sei, um Kinder bei Ausflügen an den See zu begleiten. Viele junge Leute hätten sich daraufhin für die dreimonatige Ausbildung angemeldet.

Anspruchsvolle Ausbildung

Künftige Schwimmlehrer wird die Sportschule nicht ausbilden können. Diese Kurse seien zu anspruchsvoll, um sie in die Erzieherausbildung zu integrieren, sagt Christiansen. Allerdings will die Wasserwacht in Lindow ausgebildete Rettungsschwimmer beraten, wie sie sich zum Schwimmlehrer weiterbilden lassen können.

Auf der nächsten Stadtverordnetensitzung soll über den SPD-Vorstoß entschieden werden. Noch ist unklar, wie sich die Schwimmkurse für die Vorschulkinder finanzieren.

Sozialdezernent Thomas Fengler begrüßt das Projekt jedoch ausdrücklich. Beim nächsten Treffen mit den Neuruppiner Kita-Leiterinnen soll das Schwimmangebot vorgestellt werden, um Kitas für die Pilotrunde zu werben. „Die Kitas müssen mitziehen“, sagt Fengler. „Sonst macht es keinen Sinn.“

In den ersten acht Monaten diesen Jahres sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) mindestens 445 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken. Darunter waren 39 Kinder. Deutlich mehr als im Jahr zuvor.

 

Von Frauke Herweg

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